Der sanfte Weg zurück ins Leben

Kostenfrei anrufen
Vom Ausland: 0049 8845 583 9999
Fragen und Antworten zum Therapieablauf
Themengebiet durch Anklicken auswählen
Klinikstandort,
Ausstattung,
Apartements
Therapieablauf,
Vor- und
Nachbetreuung
Leistungen,
Termine,
Abrechnung
Medizinische
Versorgung
.
Neuro-Elektrische
Stimulation
NES
Therapieablauf
Wie schaut der Therapieablauf aus?

Die 3 Wochen sind gut durchgegliedert und folgen einem Schema, das sich im Qualifiziertem Entzug bewährt hat.

1. Woche: Entgiftung, Reflektions- und Stabilisierungsphase

Entgiftung unter Anwendung der Neuro-Elektrischen Stimulation und täglicher ärztlichen Kontrolle

Analyse der Gründe

Wie konnte es zur Abhängigkeit kommen?

Überwachung der Entzugserscheinungen

Erarbeitung von Therapiezielen und erste Lösungsmöglichkeiten

2. Woche: Motivations- und Veränderungsphase

Erarbeitung der Krankheitseinsicht mit sinnhafter und lösungsorientierter Zukunft – im Sinne einer zufriedenen Abstinenz.

Dieses beinhaltet auch gegebenenfalls die Behandlung von Burn Out, Ängsten, Depressionen und traumatischen Ereignissen.

3. Woche: Zukunftsphase

Verfestigung der Abstinenzstärkung mit Rückfallprävention

Hilfe bei der Überleitung ambulanter oder gegebenenfalls weiterer stationärer Maßnahmen.

Weshalb reichen bei uns 3 Wochen aus?

Die meisten Kliniken empfehlen bei Alkoholabhängigkeit mindestens 4 Wochen Therapie. Wenn die Entgiftung dann noch separat im Vorfeld durchgeführt wird, können schnell mal 6-12 Wochen daraus werden.
Dabei gibt es keine Studien, die Langzeittherapien eine höhere Erfolgschance bescheinigen.
Unsere Erfahrung zeigt, dass in den allermeisten Fällen ein längerer Aufenthalt eher kontraproduktiv ist, da dann der Einstieg ins reale Leben wieder schwerer fällt.

Der Aufenthalt in der NESCURE® Privatklinik am See dauert bei allen Indikationen 23 Tage, inclusive An- und Abreisetag. Im Rahmen eines Qualifiziertem Entzugs werden körperliche Entzugs- und Begleiterscheinungen behandelt.
Auf der psychischen Ebene findet eine vertiefte Auseinandersetzung mit den Auswirkungen des Alkoholkonsums im individuellen, sozialen und beruflichen Lebensbereich statt. Gemeinsam werden bei bestehenden Problemsituationen in gruppentherapeutischen sowie begleitenden einzeltherapeutischen Gesprächen Lösungsstrategien erarbeitet.

Ein wichtiger Baustein ist die Therapie der Neuro-Elektrischen Stimulation. Dadurch wird der Entgiftungsprozess so verkürzt und so sanft, dass die therapeutischen Prozesse bereits am ersten Tag beginnen. Da die Patienten kaum Suchtdruck verspüren und durch das Ankurbeln von Dopamin hoch motiviert sind, kann die Intensität der Therapie angehoben werden.

Ein Therapeut betreut maximal 4-5 Patienten, so dass unter der Woche mindestens vier Einzelgespräche angeboten werden. Gruppengespräche finden werktäglich statt.

Die Therapieinhalte greifen dabei wie ein Zahnrad in das andere. Deshalb starten auch alle Patienten zu einem bestimmten Zeitpunkt gemeinsam und bleiben die gesamte Zeit in einer Gruppe.

Gruppen- und Einzelgespräche werden individuell auf die Gruppe bzw. den einzelnen Patienten angepasst.
Nach 3 Wochen sind die meisten psychisch stabil und bereit, Ihr Leben neu in Angriff zu nehmen.

Kann ich jederzeit anfangen? Wie lange sind die Wartezeiten?
Grundsätzlich empfehlen wir jedem Betroffenen beim Entzug keine Spontanentschlüsse. Planen Sie diese wichtige Zeit in Ihrem Leben gut im Voraus. Bei uns beginnt alle 4 Wochen ein neuer dreiwöchiger Therapieblock. Da wir maximal 13 Personen aufnehmen, kann es zu längeren Wartezeiten kommen. Bitte sprechen Sie uns rechtzeitig an, damit wir das gemeinsam planen können.
Wie sieht ein typischer Tagesablauf aus?
Ihr Tag beginnt noch vor dem Frühstück mit Morgensport, oder Yoga. Nach dem Frühstück bis zum Mittagessen haben Sie Gruppentherapie. Am Nachmittag findet Ihre Einzeltherapie statt. Die Zwischenzeiten füllen wir mit Freizeitaktivitäten, Massagen, Kreativprogramm etc.
Nach dem Abendessen gibt es Entspannung und Achtsamkeitstraining um den Tag ausklingen zu lassen.
Insgesamt ist es eine wohl ausbalancierte Mischung zwischen An- und Entspannung, zwischen Therapie- und Freizeittprogramm und zwischen Aktivität und Rückzug.
An den Wochenenden findet meist ein Sonderprogramm statt.
Welche Therapiemassnahmen kann ich in Anspruch nehmen?
Unsere Psychotherapie ist ressourcenorientiert und basiert auf einem humanistischen Menschenbild. Wir kommen aus unterschiedlichen Therapierichtungen. Neben dem übergeordneten suchtspezifischen Ansatz arbeiten wir u.a. verhaltenstherapeutisch, systemisch und individuell auch trauma- und körpertherapeutisch.

Durch unsere Vielfältigkeit in den Therapieansätzen und durch die warme und wertschätzende Atmosphäre im Team zielen wir genau auf diese Stimmigkeit in der therapeutischen Arbeit ab.

Findet auch am Wochenende Therapie statt?
Am Wochenende findet meistens ein Sonderprogramm statt, z.B. Lesungen, Vorträge, Spezialtherapien, Tagesausflüge etc
Kann ich Sport machen und trainieren?
Wir machen jeden Tag Yoga oder Entspannung. Für sehr sportliche Menschen bieten wir auch die Möglichkeit, gezielt zu trainieren.
Welches Freizeitprogramm wird geboten?

Trotz eines intensiven Therapieangebots verbleiben viele Zeiten zur persönlichen Gestaltung.
Dazu bieten wir Ihnen je nach Verfügbarkeit verschiedenste Möglichkeiten:

  • Geh- und Aufbautraining
  • Nordic Walking
  • Bergwandern
  • Bootfahren
  • Schwimmen
  • Besichtigung von Sehenswürdigkeiten
  • Tagesausflüge
  • Sommerrodelbahn (Zusatzkosten)
  • Wellness (Zusatzkosten)
Gibt es auch Kontakt zu ehemaligen Patienten?
An den Wochenenden laden wir immer wieder mal ehemalige Patienten von uns ein, um über Ihren Werdegang zu berichten.
Wie sieht die Vor- und Nachbetreuung aus?
Wir wissen, wie schwer es für viele Patienten ist, die Entscheidung für ein abstinentes Leben zu treffen. Die Zweifel und die Ängste im Vorfeld sind verständlich und normal.
Wir sind in den Tagen davor für Sie da und unterstützen Sie telefonisch, wenn immer Fragen oder Zweifel auftauchen. Ebenso findet im Vorfeld ein Gespräch mit unserer Ärztin oder einem Therapeuten statt, damit wir zusammen gut vorbereitet sind.

Während der Therapie besprechen Sie bereits das weitere Vorgehen für die Zeit danach. Es werden von hier aus Kontakte zu den jeweiligen Suchtberatungsstellen, Selbsthilfegruppe, Psychotherapeuten und evtl. weiterbehandelnde Kliniken hergestellt.

Und natürlich gibt es Ehemaligentreffen, damit Sie Ihre Erfahrungen nach der Therapie austauschen können.