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Alkohol am Arbeitsplatz – Wenn der Alkohol die Karriere gefährdet 

Es ist meist ein schleichender Prozess. Ein Gläschen Wein am Abend, der vom Arzt als gesund bezeichnet wird. Nach der Arbeit mit Freunden ein Bier trinken, das auch beim Abendessen nicht fehlen darf. In unserer Welt erscheint der Genuss von Alkoholvöllig normal, da er gesellschaftlich akzeptiert ist. Bei jeder Feier wird Alkohol ausgeschenkt, jeder Einstand wird mit Sekt begossen und auch Geburtstage, die Geburt des Nachwuchses oder beim Restaurantbesuch gehört Alkohol einfach mit dazu. 

Kinder erleben ihre Eltern im Umgang mit Alkohol und übernehmen sehr häufig deren Verhalten. Auch im späteren Leben spielt Alkohol eine zunehmende Rolle. Welche Ursachen liegen diesem Verhalten zugrunde und was bedeutet es, wenn Alkohol am Arbeitsplatz ins Spiel kommt?

Den Druck und die Unzufriedenheit nicht mehr spüren

Alkohol bewirkt, dass der Mensch sich anders fühlt. Im Gegensatz zu Wasser, Fruchtsäften oder Tee erfährt der menschliche Körper eine spürbare Reaktion, wenn er Alkohol zu sich nimmt. Die Wahrnehmung der äußeren und inneren Welt verändert sich. Der Angstpegel sinkt und genau das ist, was viele Menschen zum Alkohol drängt.

Angst ist ein Begleiter unserer Zeit. In erster Linie geht es um Existenzangst, an diese schließt sich die Befürchtung an, nicht gut genug zu sein. In der physischen Welt ist der Mensch gezwungen, sich seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Oft genug geschieht das mit einer Tätigkeit, die im pubertären Alter erlernt wurde, aber Jahre später nicht mehr den Lebensinhalt des Betroffenen ausmacht. Nur wenige Jahre nach einer Berufsausbildung oder dem Studium kann es geschehen, dass sich der Mensch nicht mehr mit dieser Arbeit identifizieren kann, weil er sich weiterentwickelt hat. Sieht er keine Möglichkeiten zur Veränderung, entsteht ein innerer Konflikt, der ein Ventil sucht.

Innerer Druck baut sich in allen Lebensbereichen auf. Probleme entstehen im Job, der Partnerschaft, im finanziellen Bereich oder im Umgang mit den Kindern. Erwartungen werden nicht erfüllt und das eigene Leben entwickelt sich in eine unerwünschte Richtung. So war das alles nicht geplant und es stellt sich die Frage, wie man damit umgehen soll.

Suchtentwicklung als Bewältigungsstrategie

Natürlich „lösen“ nicht alle Menschen Probleme durch Alkohol. Aggressivität gegenüber anderen Menschen, depressive Phasen oder eine Partnerwahl, die es einem ermöglicht, den Frust abzulassen, sind nur einige Strategien, mit denen der Mensch versucht, unerwünschte Zustände zu überstehen. Übermäßige sportliche Aktivitäten oder Arbeitssucht gehören ebenso zum Repertoire wie das Rauchen oder die überzogene Suche nach Aufmerksamkeit. 

Der Mensch wurde nie darin unterrichtet, mit sich selbst zurechtzukommen. Wie man mit negativen Gefühlen umgeht und es anstellt, sich selbst aus einem emotionalen Tief zu holen. Stattdessen werden Mittel angeboten, die in Form von Tabletten, Zigaretten oder eben Alkohol dazu dienen, Emotionen als Auswirkung negativer Gedanken zu unterdrücken, indem ein scheinbar angenehmeres Gefühl im Körper geschaffen wird. 

Von äußerer Abhängigkeit zu innerer Stärke

Das Problem hierbei ist der Glauben, dass ein äußeres Hilfsmittel für eine Veränderung sorgen kann. Neben dem physischen Gewöhnungseffekt ist es vor allem die Psyche, die nach diesem Strohhalm greift. Anfangs ist es oft nur das Mithalten mit anderen, das den Griff zu diesen Dingen verursacht. Die Erfahrung, dass sich die Welt für einen Moment verändert und die persönliche Situation erträglicher oder leichter handhabbar wird, wird von der Psyche verinnerlicht. Der Gewöhnungseffekt sorgt auf der physischen und psychischen Ebene sehr schnell, dass ein Verlangen nach diesen Mitteln entsteht, dem der Betroffene nicht mehr widerstehen kann. 

Deswegen wird Alkoholismus als Krankheit eingestuft, da Alkohol nicht nur die Leber, sondern auch das Gehirn angreift. Mit Logik, einem Alkoholverbot und dem Appell, dass man nur einen starken Willen einsetzen müsse, ist dieser Krankheit nicht beizukommen. Der körperliche und geistige Drang nach Alkoholkonsum wird so stark, dass für sachliche Argumente kein Platz bleibt. Das selbst bestimmte Handeln steht einem Verlangen gegenüber, dem es ohne äußere Hilfe unterliegen muss. Zu stark sind die Gefühle, die den unerwünschten emotionalen Zustand unterdrücken und verwandeln wollen. 

Es kann jeden Menschen treffen

Jeder Mensch gerät im Laufe seines Lebens in Situationen, die sich unangenehm anfühlen und belastend sein können. Häufig geht es um das Gefühl von Hilflosigkeit, das nicht bewältigt werden kann. Der Tod des Partners oder des Kindes, eine Kündigung im Job, ein unheilbarer Krankheitsfall in der Familie oder finanzielle Schwierigkeiten können dafür sorgen, dass sich eine Krise einstellt. 

Alles im Leben eines Menschen strebt nach Ausdehnung, Glück, Zufriedenheit und Versorgung. Das gesellschaftliche Leben führt mit seinen Regeln und Vorschriften meist in die andere Richtung. Wer sich dadurch dauerhaft schlecht fühlt, ist auf der Suche nach Erleichterung und greift schneller zu alkoholischen Getränken als ein Mensch, der nur zu besonderen Gelegenheiten trinkt. Aber auch hier muss genau hingesehen werden. Wer auf vielen Partys unterwegs ist, kann auch ganz bewusst versuchen, den eigenen Empfindungen zu entkommen. Ob es sich um das stille Trinken in den eigenen vier Wänden oder den Partygänger handelt – exzessiver Alkoholgenuss hat immer innere Beweggründe. 

Menschen, die in ihrer Kindheit mit dem Alkoholkonsum ihrer Eltern konfrontiert waren, können für dieses Verhaltensmuster anfälliger sein. Aber in letzter Konsequenz kann es jeden treffen. Ein geregeltes Leben bricht von einem Tag auf den anderen zusammen, ohne dass der Betreffende etwas dazu beiträgt. Naturkatastrophen, gesellschaftliche Umbrüche, Krankheiten und finanzielle Verluste sind oft nicht vorhersehbar. Wenn der Mensch sich in diesen Momenten nicht selbst genug sein kann, ist er auf ein Beruhigungsmittel angewiesen, das seine Gefühle unterdrückt. 

Alkohol am Arbeitsplatz

Der Übergang von regelmäßigem Alkoholkonsum zur Abhängigkeit ist buchstäblich fließend.

Alkoholentzug

Der Übergang von regelmäßigem Alkoholkonsum zur Abhängigkeit ist buchstäblich fließend.

 

Alkoholkonsum am Arbeitsplatz

Dehnt sich der Alkoholkonsum in das Arbeitsleben aus, wird es problematisch. Was mit dem Trinken am Abend oder an den Wochenenden begann, zieht immer größere Kreise. Die Gewöhnung an das Suchtmittel wird intensiver und fordert ihren Preis – ein exzessiveres Trinken. Plötzlich reicht der abendliche Wein nicht mehr aus. Der Körper verlangt schon in den Morgenstunden nach seiner Dosis. Dieser Gewöhnungseffekt macht aus einem Menschen, der gelegentlich trinkt, einen sogenannten Spiegeltrinker. Der Körper hat sich an die Droge gewöhnt und braucht einen Mindestpegel, um zu funktionieren. Einmalige Tagesrationen reichen nicht mehr aus und der Betroffene kommt in den Zugzwang, auch am Arbeitsplatz zu trinken.

Dadurch beginnt ein Teufelskreis aus Schuld, Scham und Angstgefühlen, der schon viele Menschen den Arbeitsplatz gekostet hat. Obwohl Alkoholismus als Krankheit definiert wird, kann dieser ein Kündigungsgrund sein, wenn jemand regelmäßig betrunken auf Arbeit erscheint und seinen Arbeitsaufgaben nicht mehr nachkommen kann. In Deutschland gibt es zwar kein Verbot für Alkohol am Arbeitsplatz, innerbetriebliche Vereinbarungen können aber ein Alkoholverbot und rechtliche Konsequenzen festlegen.

 

Alkohol am Arbeitsplatz kann lebensgefährlich werden

Alkohol hat in der Arbeitszeit nichts zu suchen. Wer als Arbeitnehmer oder Selbstständiger arbeitet, hat eine Verpflichtung gegenüber seinem Arbeitgeber oder seinen Kunden. Der Genuss von Alkohol führt dazu, dass die Realität verzerrt wahrgenommen wird, was in bestimmten Berufen das eigene Leben gefährden kann. Beispielsweise setzt die Arbeit an und mit Maschinen einen klaren Kopf und wachen Verstand voraus. Dieser ist bei Alkoholeinwirkung nicht mehr gegeben. Die Reaktionsmuster verlangsamen sich und der Betroffene ist im wahrsten Sinn des Wortes nicht mehr der Herr seiner Sinne. 

Es muss noch nicht einmal Maschinen betreffen, die präzise bedient werden müssen. Auch im Bürobereich kann niemand seine volle Leistung erbringen, wenn Alkohol in der Blutbahn zirkuliert. Die Reaktionsfähigkeit ist verzögert und die Aufnahmefähigkeit des Verstandes reduziert sich. Die Wahrnehmung durch die fünf Sinnesorgane erfolgt nicht mehr in der üblichen Schärfe, mit der in einer Situation angemessen reagiert werden kann. Auch die Kollegen leiden unter der Situation, wenn es um Zuarbeit oder ein konstruktives Miteinander geht. Wenn man sich auf den anderen Menschen nicht mehr verlassen kann, schwindet das Vertrauen. 

Durch Alkohol der Welt entfliehen

Jeder kennt das Gefühl des leichten Rausches, das sich nach einem Glas Alkoholgenuss einstellt. Ab da ist es nicht mehr möglich, sich hundertprozentig zu konzentrieren, weil die Konturen der Situation verschwimmen. Gleichzeitig hilft dieses Gefühl vielen Menschen am Arbeitsplatz, um sich gegenüber anderen Menschen sicherer zu fühlen. Manche Charaktere kommen leichter aus ihrer Reserve heraus, wenn ein Schluck Wein im Spiel ist. 

Wer einmal erlebt, dass er aufgrund von Alkoholkonsum besser bei anderen ankommt, wird auf diesen Mechanismus vertrauen, wenn er keine Alternative sieht. Alkoholgenuss enthemmt und macht Interaktionen möglich, bei denen sich viele Menschen im Normalzustand unsicher fühlen. Es heißt nicht umsonst, dass man sich Mut antrinken sollte, wenn man vor Herausforderungen steht.

Konditionierungen bestimmen das Handeln

In der Kindheit werden viele Konditionierungen gelegt, mit denen wir uns im Erwachsenenalter auseinandersetzen müssen. Wir haben Überzeugungen der Eltern und Betreuungspersonen akzeptiert und zu unseren eigenen Weltanschauungen gemacht, obwohl uns diese in späteren Jahren behindern. Kümmern wir uns nicht darum, die inneren Grenzen zu verschieben und uns eine Welt mit mehr Möglichkeiten zu erschaffen, wird der Druck wachsen. Alkoholgenuss kann diese Grenzen kurzzeitig „aufweichen“ und dem Menschen das Gefühl geben, Dinge zu können, die er sich bis dahin versagt hat.

Das Problem besteht darin, dass dieses Erleben nicht echt ist, weil es nur durch Alkoholkonsum erreicht werden kann. Außerdem ist die Handlungsfähigkeit beeinträchtigt, sodass die unterdrückten Fähigkeiten gar nicht zu hundert Prozent zum Ausdruck kommen können. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis andere Menschen erkennen, dass etwas nicht stimmt. Zu groß sind die Stimmungsschwankungen, da die vorgespielte Sicherheit immer vom Alkoholpegel abhängig ist.

Was tun, wenn der Kollege trinkt?

Es gibt Arbeitnehmer, denen man den Alkohol im Blut nicht auf den ersten Blick anmerkt. Ihr Alkoholkonsum befindet sich den Tag über an einem Grenzwert, der die Leistungsfähigkeit nur geringfügig beeinträchtigt. Bei einigen Betroffenen sind es gerade die Arbeitsaufgaben, die etwas Struktur und Halt im Alltag geben.

Nimmt der Alkohol am Arbeitsplatz jedoch Überhand, kann es sich um ein Signal handeln, das dem Betroffenen meist gar nicht klar ist. Tief im Inneren existiert immer der Wunsch, mit sich selbst und der Umwelt im Reinen zu sein. Wer jahrelangen Alkoholkonsum hinter sich hat, weiß sehr genau, dass das Trinken die Lebenssituation nicht verändert. Nimmt das Trinken am Arbeitsplatz exzessivere Formen an, versucht der Mensch meist unbewusst auf seine Situation aufmerksam zu machen. Er braucht Hilfe, weil er sich aus diesem Kreislauf nicht alleine befreien kann und möglicherweise von Konsequenzen bedroht ist.

Was können Arbeitgeber und Arbeitnehmer tun, damit der Betreffende nicht länger betrunken auf Arbeit erscheint und sein Leben zurückbekommt? Eine Alkoholabhängigkeit entsteht über einen längeren Zeitraum. Wer seine Kollegen bewusst wahrnimmt, wird Änderungen an diesen Menschen wahrnehmen, wenn dauerhafter Alkoholkonsum ins Spiel kommt. Die meisten Menschen verharmlosen ihr Trinken, wenn sie direkt darauf angesprochen werden. Daher ist es wichtig, den Betroffenen anfangs nicht vor der versammelten Belegschaft zu befragen und zur Rede zu stellen.

Der versteckte Hilferuf

Für einige Menschen ist es eine regelrechte Erlösung, wenn sie auf das Trinken von Alkohol am Arbeitsplatz angesprochen werden. Finden sie nicht den Mut, sich in einer belastenden Situation einem anderen Menschen zu offenbaren, kann Alkoholkonsum das Mittel zum Zweck sein, um aufzufallen. Das Trinken wird zu einer Möglichkeit, um mit anderen in Kontakt zu kommen und vom eigenen Leidensdruck zu erzählen. Ähnliche Vorgehensweisen lassen sich bei Bulimie und Selbstverletzungen erkennen. Der Mensch ist in seinen Problemen gefangen und nicht in der Lage, diese selbstständig zu lösen. Durch bestimmte Verhaltensweisen macht er schließlich auf sich aufmerksam, um mit ihrer Hilfe gesehen zu werden.

Wer aus Verzweiflung trinkt, hat schon erkannt, dass es einen anderen Weg braucht, um wieder ins Leben zurückzufinden. Andere Menschen legen dagegen ein lautes und überdrehtes Verhalten an den Tag, um den Alkoholkonsum zu überspielen. In diesem Fall ist es schwierig, die Menschen auf den Genuss von Alkohol am Arbeitsplatz anzusprechen. Hier fehlt noch die Einsicht, dass etwas nicht richtig läuft. Trotzdem ist es wichtig, das Problem (vorsichtig) anzusprechen, da in einem Betrieb mehrere Personen von der Situation betroffen sind. Wer mit einem alkoholabhängigen Kollegen zusammenarbeiten muss, wird mit etlichen Problemen konfrontiert sein. Pünktlichkeit, die akkurate Ausführung der Arbeitsaufgaben sowie ein kollegiales Miteinander lassen zu wünschen übrig. Ist man bei der Zusammenarbeit an verschiedenen Maschinen auf den Partner angewiesen, kann es sogar gefährlich werden, wenn dessen Reaktionsfähigkeit getrübt ist. In diesem Fall muss reiner Tisch gemacht werden.

Offen mit übermäßigem Alkoholkonsum umgehen

Alkoholismus rechtfertigt eine Kündigung nur in Ausnahmefällen. Die Gefährdung anderer Menschen am Arbeitsplatz gehört allerdings zu den Kriterien, die einen Kündigungsgrund darstellen können. Damit es nicht dazu kommt, sollte das Gespräch mit dem Arbeitnehmer gesucht und auch eventuelle Konsequenzen in Aussicht gestellt werden. Wer verstanden hat, dass er Hilfe braucht, wird diese gerne annehmen. Wird das Thema sensibel in der Belegschaft diskutiert und können die Beweggründe des Betroffenen nachvollzogen werden, steht sogar einer Rückkehr ins Team nach einem Klinikaufenthalt nichts im Weg. Wer sich jedoch mit Händen und Füßen gegen eine unterstützende Behandlung wehrt, ist noch nicht am Punkt der Aufgabe angelangt. 

Menschen können nicht gezwungen werden, sich in Behandlung zu begeben. Um suchtfrei leben zu können, braucht es den ehrlichen Wunsch dafür, koste es, was es wolle. Solange die Erkenntnis nicht durchbricht, dass man sich selbst und anderen schadet sowie den Arbeitsplatz und die Familie verlieren kann, sind keine positiven Veränderungen möglich. Der Verzicht auf den Alkoholkonsum muss durch eine eigene Entscheidung kommen. Wer den Alkohol anderen zuliebe aufgeben will, wird es nicht dauerhaft schaffen. 

Alkoholismus am Arbeitsplatz – Kündigungsgrund beim ersten Ausrutscher?

Sollte es Widerstände geben, sich der eigenen Alkoholabhängigkeit zu stellen, ist es angebracht, ein Alkoholverbot in die Betriebsvereinbarungen aufzunehmen, um im Notfall mit einer Kündigung reagieren zu können. Jeder Arbeitgeber ist laut Arbeitsrecht verpflichtet, seinen Angestellten einen sicheren Arbeitsplatz zu bieten. Gleichzeitig wird Alkohol am Arbeitsplatz nicht im Arbeitsrecht berücksichtigt und bedarf interner Regelungen in jedem Unternehmen. Dabei können Klauseln die Möglichkeit einräumen, dass zu Geburtstagen oder anderen Feierlichkeiten der Alkoholgenuss in geringem Umfang nach der Arbeit erlaubt ist. Ist das Verbot von Alkohol am Arbeitsplatz schriftlich fixiert, gibt es eine rechtliche Grundlage, um Menschen zur Rechenschaft zu ziehen, die dauerhaft betrunken auf Arbeit erscheinen. 

Damit die Betroffenen die Hilfe erhalten, die sie brauchen, ist Alkohol am Arbeitsplatz kein sofortiger Kündigungsgrund. Erst wenn ein persönliches Gespräch nicht fruchtet und der Betroffene weiterhin Alkohol am Arbeitsplatz zu sich nimmt, kann im ersten Schritt eine Abmahnung erfolgen. Ändert sich nichts an der Situation, ist andauernder Alkoholkonsum ein Kündigungsgrund.

Greift der Versicherungsschutz bei Alkohol am Arbeitsplatz?

Je größer die aufgenommene Alkoholmenge, desto höher fällt die Unfallwahrscheinlichkeit aus. Davon geht auch der Versicherungsschutz aus, der ab einem bestimmten Alkoholkonsum nicht mehr greift. Ganz einfach ausgedrückt bedeutet es, dass der gesetzliche Unfallschutz bei einer Arbeit im volltrunkenem Zustand erlischt. Schon aus diesem Grund sollte jeder Arbeitgeber bestrebt sein, das Arbeitsrecht zu konkretisieren und in der Betriebsvereinbarung festlegen, dass Alkohol am Arbeitsplatz verboten ist und welche Konsequenzen ein Verstoß nach sich zieht. 

Ohne diese Regelung kann ein Betriebsunfall den Ruin, das Ende der Firma und den Verlust vom Arbeitsplatz für alle Angestellten bedeuten. Im Vorfeld muss und sollte jeder Mensch die notwendige Hilfestellung bekommen. Fehlt die Einsicht zur Annahme der Hilfsmaßnahmen, muss im Interesse der Belegschaft gehandelt werden. 

Praktische Hilfe für Betroffene

Wirksame Hilfe setzt einen Alkoholentzug voraus, um den Körper zu entgiften. NESCURE ist beispielsweise eine Privatklinik, in der ein Alkoholentzug 23 Tage dauert. In der dreiwöchigen Therapie werden die wirklichen Ursachen der Alkoholabhängigkeit ans Licht gebracht. Dabei kommen Ängste, Scham und Ohnmachtsgefühle ans Tageslicht und können therapeutisch bearbeitet werden. In der NESCURE(R) Privatklinik am See besteht das Therapiekonzept aus Gruppen- und Einzelgesprächen. Parallel dazu wird auf eine Neuro-Elektrische-Stimulation (NES) gesetzt, die ähnlich einer Elektro-Akupunktur die Biochemie des Menschen behandelt. Die Entgiftung und Entwöhnung erfolgen dadurch auf sehr sanfte Weise und ohne starke Nebenwirkungen.

Niemand braucht sich zu schämen, wenn er in eine Entziehungsklinik geht, um sich helfen zu lassen. Der erste Schritt in eine neue Richtung braucht manchmal die Unterstützung anderer Menschen. Wenn Alkoholkonsum zum Problem wird, fehlt die innere Klarheit und Handlungsfähigkeit. Therapien machen es in dieser Situation möglich, die Hintergründe der Krankheit aufzudecken, um dadurch frei und unabhängig zu werden. Sich den eigenen Dämonen zu stellen, ist nicht immer einfach, aber es beendet das alte Leben und bietet neue Perspektiven. 

Häufig gestellte Fragen

Ist Alkoholkonsum am Arbeitsplatz ein Kündigungsgrund?

Im Arbeitsrecht ist dieser Punkt nicht verankert. Deshalb wird ein Alkoholverbot meist in den innerbetrieblichen Vereinbarungen festgeschrieben, um im Notfall einen Kündigungsgrund vorweisen zu können. Dem Alkoholabhängigen wird nicht beim ersten Verstoß am Arbeitsplatz gekündigt. Da Alkoholismus als Krankheit anerkannt ist, sollte es zuerst zu Gesprächen und konkreten Hilfsangeboten mit dem Betroffenen kommen. Bleibt das Problem mit dem Alkohol am Arbeitsplatz weiterhin bestehen, werden Abmahnungen ausgesprochen, die im nächsten Schritt eine Kündigung nach sich ziehen können. 

. Betrunken auf Arbeit - wie steht es mit dem Versicherungsschutz?

Ab einem bestimmten Grad der Alkoholisierung erfolgt durch die Versicherung keine Zahlung, wenn ein Unfall eingetreten ist. Die Situation wird von einem Gutachter beurteilt, was im schlimmsten Fall bedeuten kann, dass der Arbeitgeber für die Schäden an materiellen Gütern und Personen selbst aufkommen muss. Aus diesem Grund ist jedes Unternehmen bestrebt, Alkoholmissbrauch am Arbeitsplatz durch entsprechende Regelungen und daraus resultierenden Konsequenzen zu unterbinden. 

 

Alkoholabhängige Mitarbeiter verstehen lernen

Alkoholismus ist als Krankheit anerkannt, deshalb sollte jeder Mensch Verständnis für die Situation aufbringen. Es bringt nichts, Menschen zu verteufeln, die dieser Krankheit ausgeliefert sind. Es gibt sehr viele Alkoholabhängige, die sich ihrer Sucht bewusst sind und diese gerne loswerden wollen. Über reine Willensarbeit funktioniert das aber nicht. 

Individuelle Gespräche sensibilisieren für die Situation und die möglichen Ursachen. Oft ist es den Betroffenen peinlich, aus eigenem Antrieb eine Aussprache zu suchen und um Hilfe zu bitten. Hier ist die Sensibilität der Kollegen und des Arbeitgebers gefragt, um das Problem anzusprechen und sichtbar zu machen. Viele Menschen sind dankbar, wenn ihre Sucht aufgedeckt und besprochen wird. Unbewusst provozieren manche Abhängige sogar durch ihren Alkoholkonsum, auf die Umstände angesprochen zu werden. Noch ist Alkoholismus ein Tabuthema, dem man sich vorsichtig nähern muss. Hier sind alle Mitmenschen in der Verantwortung, sich um diejenigen zu kümmern, die das vorübergehend nicht aus eigener Kraft tun können. 

Alkoholkonsum in unserer Gesellschaft

Alkohol gehört zum täglichen Leben dazu. Schon in der Kindheit „lernen“ wir, dass eine ausgelassene Stimmung meist mit dem Genuss von Alkohol zu tun hat. Würde uns beigebracht, wie man sich mit seinen eigenen Gefühlen auseinandersetzt, hätten viele Süchte keine Grundlage und die Menschen könnten selbstbestimmt leben. 

Alkohol macht es möglich, die gegenwärtigen Situationen für eine kurze Zeit auszublenden und sich in einer angenehmeren Welt zu bewegen. Dabei ist der Alkoholkonsum nicht die einzige Strategie, die Menschen zur Verfügung steht. Die Arbeit, das Essen und die Beziehung bieten Suchtpotenzial, wenn es darum geht, die eigenen Empfindungen zu minimieren und zu verdrängen. Jede Sucht kann nur besiegt werden, wenn die wahren Ursachen aufgedeckt werden. Unsicherheiten, Scham, Demütigungen und Unzulänglichkeiten bewirken alle dieselbe Empfindung – nicht gut genug zu sein. Mit etwas Hilfe gelingt der Ausstieg aus diesem Kreislauf und ein neues und selbstbestimmtes Leben wird möglich. 

Gemeinsame Therapie

5-6 Gruppengespräche pro Woche 

Einzelgespräche

Wöchentlich 4 ärztliche/therapeutische Einzelgespräche

Wohlfühlatmosphäre

Unterbringung in grossen Zimmern/Appartements zur Einzelnutzung

Gesundheit geht durch den Magen

Vollverpflegung inklusive aller Getränke

Das sagen unsere ehemaligen Patienten

Ein absolut überzeugendes Konzept. Das gesamte Personal, Ärzte, Krankenschwester, Therapeuten aber ebenso die „guten Geister“ des Hauses, sind äußerst freundlich und kompetent. Man fühlt sich von Beginn an sehr gut „aufgehoben“.

Minika, 57, Alkoholabhängigkeit

Wer in dieser Entzugsklinik keinen Erfolg hat, der hat wirklich ein Problem. Ich hätte niemals gedacht, in der kurzen Zeit so ins Leben zurück zu kommen.

Christoph, 53, Alkoholabhängigkeit und Depressionen

Wir waren 10 total unterschiedliche sich fremde Personen, die sich schon innerhalb der ersten Woche zu einem super Team entwickelt haben. Der gemeinsame Beginn und die daraus resultierende Gruppendynamik ist ein unersetzlicher Baustein dieser Therapie..

Norbert, 51, Alkoholabhängigkeit

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