Der sanfte Weg zurück ins Leben

Kostenfrei anrufen
Vom Ausland: 0049 8845 583 9999

Entzugserscheinungen- Was kommt auf mich zu?

Entzugserscheinungen

 

Als Sucht wird die Abhängigkeit des Menschen von Substanzen oder Tätigkeiten beschrieben, die Lusterfüllung zum Ziel hat. Allerdings wird dabei das natürliche Belohnungssystem im Menschen in negativer Form aktiviert.

Jeder Mensch möchte täglich etwas erleben, das ihn glücklich und zufrieden macht. Dazu gehören äußere Reize wie der Besuch im Lieblingsrestaurant, Sport, eine zärtliche Umarmung oder ein anerkennendes Schulterklopfen. Diese Dinge aktivieren im Gehirn das sogenannte Lustzentrum, unser menschliches Belohnungssystem. Die dort sitzenden Nervenzellen werden durch das Hormon Dopamin stimuliert und senden anschließend an andere Gehirnareale Erregungspotenziale, die der Mensch als Glück und Zufriedenheit erlebt.

Die Reize, die das Belohnungszentrum aktivieren, sind oft sehr unterschiedlich. Hier kommt die frühkindliche Erziehung zum Tragen, die durch das Verhalten der Eltern geprägt ist. Leistungsdenken setzt maximale Anstrengung voraus, bevor es einen Moment des Erfolgs gibt. Physische und psychische Existenzängste sorgen bereits seit langer Zeit dafür, dass in der natürlichen Außenwelt nur wenig Reize vorhanden sind, die das Lustzentrum im Gehirn stimulieren.

Drogen wie Alkohol oder Nikotin sind eine Möglichkeit, schneller und einfacher das Lustzentrum aktivieren. Hierbei muss keine Leistung erbracht werden, die die Glückshormone auslöst. Außerdem kommt es hierbei zu einer längerfristigen und viel intensiveren Aktivierung der Zellen, die das Gehirn als Belohnung erkennt.

Das veränderte Belohnungssystem wirkt auf das restliche Gehirn ein, sodass sich die Aufmerksamkeit des Betroffenen nur noch auf das Suchtmittel konzentriert. Abgesehen von den finanziellen Kosten, die das eigene Leben und das der Familie ruinieren können, treten das persönliche Umfeld und die Arbeit in den Hintergrund. Es geht nur noch darum, das Belohnungssystem erneut zu aktivieren und eine durch die Entzugssymptome aufkommenden Unruhe zu vermeiden.

Wie entstehen Entzugserscheinungen?

Das menschliche Gehirn stellt durch Nervensysteme sicher, dass der Mensch isst, schläft und sich fortpflanzen kann. Es ist nicht darauf ausgerichtet, die Wirkungen von Drogen auszuhalten. Diese greifen in den natürlichen Mechanismus ein und aktivieren die Zellen auf unnatürlich starke Weise, bis es zum Suchtverhalten kommt.

Dr. J. Cohen von der Princton Universität kam bei einem Versuch zu dem Schluss, dass bei einem Suchtverhalten die Dopaminausschüttung nicht erst durch die Belohnung aktiviert wird. Bei Tierversuchen wurde gezeigt, dass die Hormonausschüttungen nicht erst bei der Gabe von Futter auftraten. Leuchtete vor einer Fütterung ein Licht auf, reagierte das Dopamin nach kurzer Zeit bereits auf diesen Reiz, statt auf die bereitgestellte Futtermenge.

Die Faszination bezüglich Drogen erklärt sich aus der Tatsache, dass natürliche Reize irgendwann langweilig werden. Der Partner wird einem egal und es ist anstrengend, sich Anerkennung zu verdienen und von der jeweiligen Stimmung eines anderen Menschen abhängig zu sein. Deswegen muss es ein neues Essen sein, ein anderer Urlaubsort, ein neues Hobby und das nächste Auto.

Bei der Anwendung von Drogen bleibt der Dopaminspiegel über einen bestimmten Zeitraum erhalten, weil er durch den Genuss der Droge künstlich aktiviert wird. Mit jeder Zigarette, jedem Glas Alkohol oder einem Joint wird die Dopaminausschüttung erneut aktiviert. Dieses Vorgehen ist mit der Arbeit der Bauchspeicheldrüse vergleichbar, die bei jeder Nahrungsaufnahme das Hormon Insulin in den Blutkreislauf bringt, um den Zuckerspiegel auszugleichen.

Die Rezeptoren der Nervenzellen sind jedoch nicht unendlich lange in der Lage, die Suchtmittel aufzunehmen. Dann tritt der Gewohnheitseffekt ein, der dafür sorgt, dass der gewohnte Kick fehlt und sich Entzugserscheinungen melden. An diesem Punkt wird aus dem gesuchten Glücksgefühl ein Zwang, die Dosis in kürzeren Abständen und in erhöhter Menge zu sich zu nehmen. Aus einer Zigarette pro Tag wird eine ganze Schachtel. Das abendliche Glas Wein wird durch zwei oder drei ersetzt und man beginnt, auch tagsüber zu trinken. Aus dem Genuss ist Abhängigkeit geworden, aus der sich nur mit Entzugserscheinungen aussteigen lässt.

 

Entzugserscheinungen

 

Physische Entzugserscheinungen

Die Abhängigkeit von Suchtmitteln sorgt für Entzugssymptome, wenn die Droge nicht länger konsumiert wird. Das erste physische Symptom ist eine leichte Unruhe, die dem Abhängigen sagt, dass es Zeit für das nächste Glas Alkohol oder die nächste Zigarette ist. Bleibt das Suchtmittel aus, treten die folgenden körperlichen Entzugssymptome auf:

  • Zittern
  • Schwindel
  • Erbrechen
  • Schwächegefühl
  • Kreislaufprobleme
  • Schweißausbrüche
  • Bluthochdruck
  • Schmerzen

Im weiteren Verlauf und abhängig von eventuellen Vorerkrankungen kann es zu Schlafstörungen, epileptischen Anfällen und einem Delirium kommen. Krampfanfälle sind ebenfalls möglich. Diese quälenden Symptome werden auch als Entzugssyndrom bezeichnet, wenn sie durch das Absetzen eines Suchtmittels auftreten.

Die Entzugserscheinungen zeigen sich in Form unterschiedlicher Symptome, die von den verwendeten Suchtmitteln abhängig sind. Beim Nikotinentzug werden beispielsweise Nervosität, Reizbarkeit, Verstopfung und eine Gewichtszunahme beobachtet. Letztere entsteht, weil der Stoffwechsel des Menschen beim Entzug langsamer arbeitet. Oftmals kommt es auch zur Suchtverlagerung, weil der orale Drang nach dem Absetzen der Zigaretten durch erhöhte Nahrungsaufnahme ausgeglichen wird.

Beim Entzug von Alkohol treten häufig schwere Nebenwirkungen auf. Da Alkohol eine dämpfende Wirkung auf die Nervenzellen hat, entwickeln diese eine erhöhte Grundaktivität. Wird das Suchtmittel entzogen, zeigen sich massive Entzugssymptome. Die Aktivität der Nerven steigt auf ein Vielfaches, weshalb sich neben den körperlichen Beschwerden auch psychische Entzugserscheinungen zeigen. Diese treten in Form von panischer Angst und Nervosität auf. Manchmal kommen Halluzinationen hinzu.

 

Psychische Entzugserscheinungen

 

Das Entzugssyndrom beinhaltet auch psychische Symptome. Dazu gehören:

  • Innere Unruhe
  • Wutausbrüche
  • Anspannung
  • Störungen des Bewusstseins
  • Konzentrationsstörungen
  • Panikattacken, die Krampfanfälle auslösen können
  • Stimmungsschwankungen
  • Depressionen
  • Halluzinationen

Die körperlichen Nebenwirkungen, die ein Entzug hervorruft, bewirken ihrerseits psychische Ängste. Abhängig vom physischen Vergiftungsgrad müssen starke Schmerzen ausgehalten werden. Bei Rauschmitteln wie Heroin kann ein Entzug sogar Gedanken an den Tod hervorbringen, mit dem sich die Psyche auseinandersetzen muss.

Nach einer Entgiftung müssen neue Verhaltensmuster mit dem Betroffenen entwickelt werden, damit die Belohnung durch Rauschmittel durch andere Dinge ersetzt werden kann. Dabei geht es um psychische Veränderungen im Menschen, die ihm eine bessere Lebensqualität ermöglichen.

hilfe alkoholentzug

Als Sucht wird die Abhängigkeit des Menschen von Substanzen oder Tätigkeiten beschrieben, die Lusterfüllung zum Ziel hat. 

hilfe alkoholentzug

Als Sucht wird die Abhängigkeit des Menschen von Substanzen oder Tätigkeiten beschrieben, die Lusterfüllung zum Ziel hat. Allerdings wird dabei das natürliche Belohnungssystem im Menschen in negativer Form aktiviert.

Entzugserscheinungen durch unterschiedliche Süchte

 

Suchtmittel wirken auf der körperlichen und psychischen Ebene. Zigaretten, Alkohol, Haschisch oder harte Drogen wie Heroin und Kokain bewirken eine Abhängigkeit in beiden Bereichen. Der Körper reagiert auf die zugeführten Substanzen und da er sich ihrer nicht entledigen kann, muss er sie als körpereigenen Stoff akzeptieren. Wodurch die Sucht geboren wird.

Parallel dazu setzt die psychische Abhängigkeit ein, denn der Mensch will den anfangs angenehmen Zustand um keinen Preis der Welt missen. Der Gedanke an mögliche Entzugssymptome, die sich beim Absetzen der Droge zeigen würden, verstärkt die Angst vor dem Aufgeben des Suchtmittels.

Es sind nicht nur die physischen Substanzen, die für eine Abhängigkeit verantwortlich sind. Glücksspiele, Sex und der Versuch, auf der Karriereleiter emporzuklettern, können ebenfalls suchtartiges Verhalten auslösen. Wird dieses Verhalten unterbunden oder ist es beispielsweise aus finanziellen Gründen nicht mehr möglich, zeigen sich auffällige Verhaltensänderungen. Aggressivität und physische Übergriffe können auftauchen, wenn der Betroffene nicht mehr bekommt, was er will.

Bei der Sexsucht besteht unter Umständen Gefahr für andere Menschen, wenn der Mangel an passenden Partnern das Entzugssyndrom aktiviert. Bei der Arbeitssucht gibt es zwar unzählige Möglichkeiten, produktiv zu sein, doch das exzessive Verhalten führt schnell zu Erschöpfungszuständen. Diese Entzugssymptome können bis zu Krankheiten führen, bei denen der Betroffene im Bett bleiben muss. Dadurch kann er nicht mehr arbeiten, das Belohnungssystem wird nicht aktiviert und eine unterschwellige Unruhe entlädt sich schnell in aggressiven Anfällen.

Die Spielsucht ist deswegen so gefährlich, weil innerhalb von einem Moment auf den anderen das gesamte Leben zerstört werden kann. Bei physischen Suchtmitteln steigen Menschen meist langsam ein, bis sie wegen dem nachlassenden Kick von den weichen zu harten Drogen wechseln müssen. Bei der Spielsucht reicht ein Tag aus und nicht nur das eingesetzte Geld ist weg, oft wird auch materielles Eigentum verspielt. Dabei meldet sich immer der Gedanke, dass es bei der nächsten Runde endlich klappen wird und der Gewinn ganz sicher kommt. Bei Verlusten sind die Familie und Ehepartner ebenfalls betroffen und stehen unter Umständen vor dem finanziellen Ruin.

 

Wie lassen sich Entzugserscheinungen lindern?

 

Wer dauerhaft Alkohol, Zigaretten, Haschisch oder harte Drogen konsumiert, sollte sich für den freiwilligen Entzug medizinische Hilfe holen. Beim Verzicht auf Nikotin fallen die Entzugssymptome nicht so dramatisch aus wie bei Alkohol oder Heroin. Trotzdem sollte auch in diesem Fall zumindest eine Absprache mit einem Arzt stattfinden, damit dieser informiert ist und im Notfall eingreifen kann.

Es geht auch nicht nur um die Entgiftung. Ist diese abgeschlossen und sind die Entzugserscheinungen abgeklungen, wird die psychische Betreuung wichtig. Jetzt muss der Betroffene lernen, die Welt und ihre Reize ohne Drogen auszuhalten. Das Bedürfnis nach angenehmen Gefühlen ist immer noch vorhanden, doch Suchtmittel dürfen kein Thema mehr sein.

Beim körperlichen Entzug von Alkohol braucht es ungefähr 10 Tage, bis der Körper sich von der Droge befreit hat und keine weiteren Entzugssymptome auftreten. Allerdings werden im Anschluss möglicherweise Folgeschäden sichtbar. Alkohol zerstört Gehirnzellen, kann eine Fettleber erzeugen und auch andere Organe schädigen.

 

Entzugserscheinungen – kalter und warmer Entzug

 

Findet der Entzug in der Klinik statt, spricht man vom „warmen“ Entzug. Die Entzugssymptome werden überwacht und der Patient erhält Medikamente. Dadurch können Entgiftungsabläufe kontrolliert stattfinden, ohne die körperlichen Systeme zu stark zu beanspruchen.

Beim sogenannten „kalten“ Entzug wird das Suchtmittel komplett abgesetzt, es wird jedoch nicht mit Medikamenten interveniert. Beim Verzicht auf Nikotin ist dieses Vorgehen möglich, wenn der Betroffene kein Kettenraucher war und kaum Entzugssymptome auftreten. Bei jeder anderen Abhängigkeit sollte der warme Entzug vorgezogen und unter ärztliche Aufsicht gestellt werden.

Wenn sich die Entzugserscheinungen zeigen

In den ersten Tagen zeigen sich schwere Entzugserscheinungen, abhängig von der Intensität der Alkoholsucht. Die Entzugssymptome sind dauerhaft vorhanden, weil alle Giftstoffe aus dem Gewebe und den Organen in die Blutbahn transportiert werden. Über das Kreislaufsystem gelangen sie zur Leber und den Nieren und werden anschließend aus dem Körper gespült. Eine starke Schweißbildung gehört ebenfalls zum Entzugssyndrom und zeigt in dieser Situation an, dass der Entzug in vollem Gang ist. Hier ist ärztlicher Beistand gefragt, denn das Entzugssyndrom schwankt zwischen körperlichen und psychischen Beschwerden. Schwere Entzugserscheinungen können sogar Krampfanfälle auslösen.

Die ersten Entzugserscheinungen sind bereits nach 4 bis 12 Stunden zu spüren. Die anfängliche Unruhe weicht einer Übelkeit, Herz-Kreislauf-Beschwerden, depressiven Störungen, Schuldgefühlen und Schmerzen. Hausmittel gibt es für das Entzugssyndrom nicht, aber eine Wärmedecke kann helfen, wenn sich Schüttelfrost einstellt.

In dieser Phase ist es wichtig, viel zu trinken, um die im Blut frei befindlichen Gifte schnell aus dem Körper auszuleiten und Krampfanfälle zu vermeiden. Die Patienten fühlen sich müde und zerschlagen, weil der Körper alle verfügbare Energie in die Entgiftung steckt. Kopfschmerzen sind vorprogrammiert und lassen sich durch Massagen und Akupressur lindern. Auch warme Wannenbäder verringern die Intensität der Entzugssymptome. Allerdings sollte es sich nicht um heiße Bäder handeln, da sonst das Kreislaufsystem aufgrund der Belastung zusammenbricht.

Linderung der Entzugserscheinungen durch Medikamente

Neben diesen Hausmitteln werden beim Entzug Medikamente eingesetzt, die beruhigen und das Schmerzempfinden mildern sollen. Zu den bekanntesten Medikamenten zählen:

  • Diazepam
  • Clomethiazol
  • Beta-Blocker
  • Antiepileptika
  • Neuroleptika
  • Vitamin B6

Benzodiazepine verringern die Entzugserscheinungen, dürfen aber nur so lange eingenommen werden, bis die Wirkung der Droge und die Entzugssymptome nachlassen. Sie lindern die Unruhe, unterstützen die Entspannung der Muskulatur und verhindern während der Phase der Entzugssymptome mögliche Krampfanfälle.

Beta-Blocker, Neuroleptika und Antiepileptika kommen beim Entzugssyndrom zum Einsatz, um die Wirkung der Benzodiazepine zu verstärken und ein Delirium tremens zu verhindern. Vitamin B6 ist während eines Entzuges besonders wichtig, weil ein Mangel dieses Vitamins Krampfanfälle begünstigt. Da Übelkeit, Erbrechen und Appetitlosigkeit zum Entzugssyndrom gehören, muss dieses Vitamin extra zugeführt werden, um den Körper bei seiner Entgiftungsarbeit zu unterstützen.

Die Verwendung der Medikamente sollte von einem Arzt überwacht werden, da sonst eine Suchtmittelverlagerung erfolgen könnte. Medikamente entwickeln eine ähnliche Wirkung wie Drogen, daher kann es passieren, dass ein Suchtmittel durch das andere ersetzt wird.

Das Ziel einer körperlichen Entgiftung liegt jedoch darin, ohne die Verwendung von Fremdsubstanzen leben zu können. Diese [i]geistige Entgiftung[/i] vollzieht sich nicht von selbst. Angstzustände, Depressionen und das Ohnmachtsgefühl, das eigene Leben nicht im Griff zu haben, müssen verarbeitet werden. Dafür braucht es Therapien oder eine ambulante psychologische Betreuung, die die Ursachen des Suchtverhaltens thematisieren und Strukturen für ein neues Leben erarbeiten.

 

Die wichtigsten Fragen zum Alkoholentzug kurz zusammengefasst

 

Wie entsteht Alkoholabhängigkeit?

Alkoholabhängig zu werden ist ein schleichender Prozess, der durch die gesellschaftliche Akzeptanz der Droge begünstigt wird. Aus gelegentlichem Trinken mit Freunden bzw. dem Trinken aus Frust oder Freude wird schnell Gewohnheit – die sich zur Sucht steigert. Durch das positive Gefühl, das bei Alkoholkonsum entsteht, wird das Belohnungszentrum im Gehirn aktiviert, das bald mehr fordert. Durch die regelmäßige Aufnahme des Alkohols setzt ein Trainingseffekt ein; d.h. der Körper kann die gleiche Menge alkoholischer Getränke immer besser verarbeiten. Um den angestrebten Kick dennoch zu zu erreichen, müssen die Dosen kontinuierlich gesteigert werden.

Was bewirkt der Alkohol im Körper?

Das Nervengift senkt die Hemmschwelle, sodass Sie beim Trinken zunächst lockerer und gesprächiger, vielleicht auch mutiger und selbstbewusster werden. Doch der Übergang zur Enthemmtheit ist gering. Die anfangs gelöste Stimmung kippt schnell in Aggressivität um; Sie verlieren Ihre Urteilsfähigkeit und Körperkontrolle. Auch wenn dieser Zustand vorübergeht, lässt der Alkoholgenuss Zellen absterben – die der Körper nicht reproduzieren kann. Je öfter und je mehr Sie trinken, desto intensiver schreitet der Abbau voran. Die Folgen für Ihre Gesundheit sind vielfältig und ziehen schwerwiegende, langfristige Erkrankungen nach sich.

Warum sollte der Alkoholentzug unter Aufsicht erfolgen?

Der plötzliche oder schrittweise Verzicht ruft Entzugserscheinungen hervor, mit denen der Körper Nachschub einfordert. Je stärker Sie abhängig waren, desto heftiger ist das Verlangen und desto intensiver macht sich das System bemerkbar. Es kommt zu physischen und psychischen Stress-Symptomen, die sich zu einem lebensbedrohlichen Zustand steigern können. Ohne ärztliche Aufsicht bzw. Hilfe verlaufen bis zu 30 Prozent der unkontrollierten Entgiftungen tödlich.

Wie geht es nach dem Alkoholentzug weiter?

Die Entwöhnung Ihres Körpers ist nur ein Baustein auf dem Weg zur Problembewältigung. Durch die Entgiftung bekämpfen Sie quasi nur das Symptom, die sichtbare Erscheinung dessen, was zum Alkoholismus geführt hat. Abhängig von den Ursachen unterbreitet Ihnen die Klinik verschiedene Therapieangebote, die darauf abzielen, Ihr Trinkverhalten zu kontrollieren und einen Rückfall in die Alkoholsucht zu vermeiden. Dabei lernen Sie, sich alternativ zu beschäftigen und Versuchungen zu widerstehen. Oft beinhaltet die Behandlung ein Ernährungstraining und Sport-Einheiten, denn Ihr Körper muss nach dem Alkoholentzug gekräftigt und widerstandsfähig gemacht werden.

Therapie Entzug

Entzugserscheinungen können auch das Leben von Angehörigen betreffen

 

Welche Folgen können Entzugserscheinungen haben?

 

Während des Entzuges von Alkohol können Bewusstseinsstörungen, starke Unruhe und plötzliche Orientierungslosigkeit auftreten. Diese Entzugssymptome zeigen ein Delirium tremens an, das zusätzlich am schnellen Zittern der Person zu erkennen ist. Krampfanfälle entstehen in dieser Situation, wenn der Körper an seine Grenzen kommt und Nährstoffe fehlen, um die Muskelarbeit zu unterstützen.

Ist der Körper von seiner Abhängigkeit entgiftet, wird sichtbar, mit welchen Folgeschäden zu rechnen ist. Übermäßiger Alkoholkonsum kann eine Fettleber entstehen lassen, was zur Folge hat, dass der Körper nicht mehr richtig entgiftet. Tritt dieses Problem innerhalb des Entzuges auf, können Komplikationen auftreten. Fällt das größte Entgiftungsorgan des Körpers aus, ist das eine Folge von Wucherungen im Bindegewebe der Leber. Medizinisch wird diese Veränderung als Leberzirrhose bezeichnet.

Sind die Entzugssymptome abgeklungen, treten bei vielen Patienten Polyneuropathien auf. Das bedeutet, dass die Nervenbahnen durch das Suchtmittel geschädigt wurden. Die ersten Symptome zeigen sich durch ein Kribbeln, das in Händen und Füßen vorkommt. Dieses Gefühl kann sich so sehr verstärken, dass die Betroffenen glauben, ihnen würden Ameisen über die Haut laufen. Hinzu kommen Unsicherheiten beim Laufen und der Abbau der Muskelmasse. Auch Krampfanfälle können weiterhin auftreten, wenn das Gehirn in Mitleidenschaft gezogen wurde.

 

Entzugserscheinungen können auch das Leben von Angehörigen betreffen

 

Durch die Zerstörung von Nervenzellen kann der gesamte Körper beeinträchtigt sein. Die Entzugserscheinungen halten nur für einige Tage an. Die Schäden durch die Einnahme einer Droge können dagegen irreparabel sein. Diese Tatsache ist besonders schwerwiegend, wenn es um den Alkoholgenuss während der Schwangerschaft geht und das Absetzen des Suchtmittels erst nach der Geburt des Kindes geschieht. Durch die Medikamentengabe muss die Mutter abstillen und ist für die Zeit, in der die Entzugserscheinungen auftreten, nicht in der Lage, sich um das Kind zu kümmern.

Das Baby muss zwar die Entzugssymptome nicht ertragen, allerdings können seine inneren Organe durch den Alkoholkonsum geschädigt sein. Minderwuchs, geringes Geburtsgewicht, Defizite in der geistigen Entwicklung und Verhaltensstörungen können die Folge sein. Hinzu kommt die Frage, inwieweit eine alkoholkranke Mutter, die gerade die Entzugserscheinungen ihrer Abhängigkeit überstanden hat, die Kraft besitzt, sich um ihr Kind zu kümmern.

Entzugserscheinungen überstanden – was kommt danach?
In den meisten Fällen treten psychische Folgeerkrankungen auf. Der Körper ist entgiftet, doch der Betroffene befindet sich jetzt in einer sensiblen Situation. Das Verlangen nach der Droge und die damit einhergehende Unruhe werden durch optische Reize erneut aufkommen. Für diesen Fall muss es neue Strategien geben, sonst wird die Person wieder rückfällig.

Suchtmittel sind die negative Abkürzung zum Glücksgefühl. Dieses Bedürfnis besteht auch dann, wenn die Schmerzen der Entzugssymptome abgeklungen sind. An dieser Stelle muss psychologische Arbeit erfolgen, um das Abgleiten in erlernte Verhaltensmuster zu verhindern. Je länger der Betroffene süchtig war, desto tiefer sind diese Muster in die Psyche eingegraben. In dieser Situation braucht es Ärzte und ein starkes Umfeld, das dem Betroffenen ohne Vorurteile begegnen und unter die Arme greifen kann.

Erfolgserlebnisse, eine sinnvolle Tätigkeit und das Gefühl, mit seinen Fehlern und Schwächen respektiert zu werden, sind die beste Hilfe für die Zeit nach der Abhängigkeit. Das Leben muss komplett neu begonnen werden, denn es geht darum, mit Bedürfnissen auf andere Weise umzugehen. Frustrationen müssen ausgehalten und Probleme gelöst werden, ohne sich aus der Welt durch Drogen auszuklinken. Die Abhängigkeit wird ein Leben lang bestehen. Mit dem Überstehen der Entzugserscheinungen ist jedoch der erste Schritt gemacht.

 

Gemeinsame Therapie

5-6 Gruppengespräche pro Woche 

Einzelgespräche

Wöchentlich 4 ärztliche/therapeutische Einzelgespräche

Wohlfühlatmosphäre

Unterbringung in grossen Zimmern/Appartements zur Einzelnutzung

Gesundheit geht durch den Magen

Vollverpflegung inklusive aller Getränke

Das sagen unsere ehemaligen Patienten

Ein absolut überzeugendes Konzept. Das gesamte Personal, Ärzte, Krankenschwester, Therapeuten aber ebenso die „guten Geister“ des Hauses, sind äußerst freundlich und kompetent. Man fühlt sich von Beginn an sehr gut „aufgehoben“.

Minika, 57, Alkoholabhängigkeit

Wer in dieser Entzugsklinik keinen Erfolg hat, der hat wirklich ein Problem. Ich hätte niemals gedacht, in der kurzen Zeit so ins Leben zurück zu kommen.

Christoph, 53, Alkoholabhängigkeit und Depressionen

Wir waren 10 total unterschiedliche sich fremde Personen, die sich schon innerhalb der ersten Woche zu einem super Team entwickelt haben. Der gemeinsame Beginn und die daraus resultierende Gruppendynamik ist ein unersetzlicher Baustein dieser Therapie..

Norbert, 51, Alkoholabhängigkeit

Diese Vorteile hat die NESCURE®-Therapie

Sanfter Alkoholentzug

Geringer Suchtdruck, gute Stimmungslage

Alkoholentzug

Schneller Alkoholentzug

3 Wochen Konzept, intensiv, effektiv und effizient

Nachhaltig

Niedrige Abbruchquote, professionelle Nachsorge

Raus aus der Alkoholabhängigkeit mit der NESCURE®-Entzugsklinik