Depression und Burnout

Depressionen und Burnout sind weltweit und in allen Alters- und Gesellschaftsgruppen verbreitet. Da Betroffene durch die Krankheit in ihrem Alltags- und Arbeitsleben stark eingeschränkt sind, ist eine möglichst schnelle und effektive, professionelle Behandlung von großer Bedeutung. Sowohl Depressionen, als auch Burnout sind in der Regel meist nicht nur mit psychischen Symptomen, sondern auch mit zahlreichen körperlichen Symptomen verbunden. Aus diesem Grund werden sie als psychosomatische Erkrankungen betrachtet.

Eine Erkrankung gilt als psychosomatisch, wenn seelische Probleme beim Betroffenen körperliche Beschwerden wie beispielsweise Schmerzen, Schlaflosigkeit oder Magen- und Darmbeschwerden verursachen. Um psychosomatische Erkrankungen erfolgreich zu behandeln, ist ein ganzheitliches Behandlungskonzept erforderlich. In der Regel umfasst dies eine Behandlung der körperlichen und psychischen Symptome sowie eine Ergründung der tieferliegenden seelischen Ursachen.

Burnout als psychosomatische Erkrankung

Der Begriff Burnout wurde in den 1970er Jahren durch den deutsch-amerikanischen Psychotherapeuten Herbert Freudenberger geprägt. Er führte den Begriff ein, um die Folgen starker psychischer und körperlicher Belastungen in den sogenannten helfenden Berufen zu beschreiben. Nach Freudenberg fühlen sich Menschen wie Ärztinnen und Ärzte sowie Pflegekräfte, die sich im Rahmen ihrer Arbeit vermehrt für andere Menschen aufopfern, in Folge häufig ausgebrannt. Dieser Zustand des Ausgebrannt-Seins äußere sich durch verschiedene Symptome wie Überforderung, Erschöpfung und Lustlosigkeit.

Die Begriffsbedeutung von Burnout wurde im Laufe der Zeit erweitert, denn mittlerweile hat sich herausgestellt, dass alle Personengruppen davon betroffen sein können. Bis heute ist der Begriff jedoch nicht klar definiert, wodurch sich nicht immer eindeutig und allgemeingültig sagen lässt, wie genau ein Burnout diagnostiziert werden kann und wodurch dieser sich auszeichnet.

Ursachen eines Burnouts

Ein Burnout entsteht typischerweise infolge starker beruflicher oder außerberuflicher Belastung. Überfordernde Lebensumstände und lang anhaltender Stress können zahlreiche psychische und körperliche Beschwerden auslösen. Im Extremfall führen diese zu einem Burnout – Betroffene haben das Gefühl, an ihre Grenze zu gelangen und nicht mehr weitergehen zu können. In Folge fühlen sie sich ausgebrannt, leer und erschöpft. Betroffen können jedoch auch Menschen sein, die sich in ihrem Berufs- und Alltagsleben permanent unterfordert und gelangweilt fühlen.

Für die Entstehung eines Burnouts sind zudem bestimmte Persönlichkeitsmerkmale ausschlaggebend. Menschen, die zu Perfektionismus neigen und besonders hohe Ansprüche an sich selbst stellen sowie Menschen, die über ein sehr geringes Selbstwertgefühl verfügen, neigen in der Regel eher dazu, ein Burnout-Syndrom zu entwickeln. Auch fehlende Strategien zur Bewältigung von Enttäuschungen und Kränkungen sowie fehlender Stressausgleich im Privatleben können die Entstehung begünstigen.

Als Hauptursachen der extremen Erschöpfung zählen dauerhafter Stress und Überbelastung, welche häufig mit einer Vernachlässigung der eigenen Bedürfnisse verbunden sind. Häufig tragen jedoch mehrere Faktoren zu dessen Entstehung bei, darunter:

  • dauerhafte Überforderung
  • Unterforderung, beispielsweise durch langweilige Routinearbeiten
  • häufiger Zeit- und Leistungsdruck
  • Konflikte mit Vorgesetzten oder Arbeitskollegen
  • ausbleibende Anerkennung durch Vorgesetzte
  • belastende Arbeitsatmosphäre (beispielsweise ständiger Lärm)
  • Verlust- und Zukunftsängste
  • extreme Einsatzbereitschaft
  • innerfamiliäre Konflikte

 

Symptome eines Burnouts

Ein Burnout entwickelt sich meist über eine lange Zeitspanne, während der sich die Symptome verändern. In der Regel geschieht dies in einem schleichenden Prozess. Aus diesem Grund wird auch von verschiedenen Phasen des Burnouts gesprochen.

Ein Burnout äußert sich in erster Linie durch starke körperliche, geistige und emotionale Erschöpfung. Diese Erschöpfung geht häufig mit einem Gefühl der Überforderung einher. Betroffene vernachlässigen meist ihre persönlichen Bedürfnisse und haben häufig das Empfinden, keine Zeit für sich selbst zu haben. In Folge kommt es zu einer ständigen Müdigkeit, die mit der Zeit chronisch werden kann und zu innerer Unruhe, einer niedergeschlagenen Stimmung und sogar Aggressivität führen kann.
Zu den typischen Symptomen eines Burnouts gehören unter anderem:

  • starke Erschöpfung und Müdigkeit
  • Niedergeschlagenheit, gedrückte Stimmung
  • Lustlosigkeit
  • Konzentrationsschwierigkeiten
  • Entfremdung von Tätigkeiten
  • distanzierte Haltung gegenüber Mitmenschen
  • Selbstentfremdung
  • wachsende emotionale Distanz
  • große Unzufriedenheit mit der täglichen Arbeit
  • verringerte Leistungsfähigkeit
  • Verminderung der Frustrationstoleranz
  • innere Unruhe, Nervosität
  • Aggressivität

Wenn infolge von seelischen Schmerzen ein körperliches Symptom ausgelöst wird, bezeichnet man dieses als psychosomatisch.
Aufgrund der anhaltenden psychische Belastung bilden Burnout-Betroffene häufig körperliche Beschwerden aus. Der anhaltende Stress führt zu einer Schwächung des Immunsystems und somit einer erhöhten Infektanfälligkeit.
Besonders häufig kommt es zu folgenden körperlichen Beeinträchtigungen:

  • Magen-Darm-Probleme
  • Schlafstörungen
  • Rücken- und Kopfschmerzen
  • Herzrasen
  • Schwindel
  • Atembeschwerden
  • Gewichtsveränderungen
  • Muskelverspannungen
  • Übelkeit
  • hoher Blutdruck, Herzrasen

 

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Therapieansätze bei Burnout

Im Falle von Erschöpfung, Überforderung und verringerter Leistungsfähigkeit ist es möglich, dass sich hinter den Beschwerden verschiedene Ursachen verbergen – beispielsweise eine Depression, ein chronisches Müdigkeitssyndrom, eine Angststörung oder ein Burnout. Um eine genaue Diagnose zu erhalten ist es deshalb entscheidend, bei derartigen Symptomen professionelle Beratung in Anspruch zu nehmen. Bevor ein Therapieansatz gewählt wird, sollte durch die Therapeutin und den Therapeuten oder durch die Ärztin und den Arzt ausgeschlossen werden, dass eine andere Krankheit vorliegt, die eventuell eine andere Behandlungsform erfordern könnte.

Menschen, die aufgrund beruflicher Überbelastung erschöpft sind, können sich häufig durch eine berufliche Auszeit oder einen langen Urlaub erholen. Zudem können in einigen Fällen bereits kleine Änderungen im Privatleben oder im beruflichen Umfeld für Erleichterung und eine Besserung der Beschwerden sorgen. Im Falle von besonders schwerwiegenden Beschwerden ist jedoch gegebenenfalls eine andere Behandlung, beispielsweise in Form einer Psychotherapie notwendig. Im Rahmen der Psychotherapie können Therapeutinnen oder Therapeuten und Patientinnen oder Patienten die Hintergründe aufdecken, die zur Entstehung der Erkrankung beitragen. Zudem hat die oder der Betroffene die Möglichkeit, gesundheitsfördernde Verhaltensweisen zu erlernen. Die Therapie kann entweder ambulant, oder im Rahmen eines Klinikaufenthalts in einer psychosomatisch-psychotherapeutischen Klinik erfolgen.

Depression als psychosomatische Erkrankung

Jeder Mensch erlebt im Laufe seines Lebens Phasen, in denen er sich niedergeschlagen und traurig fühlt. Diese Phasen gehen jedoch im Normalfall vorüber. Bei Menschen, die unter einer Depression leiden, ist dies jedoch nicht so einfach, denn die Niedergeschlagenheit und die negativen Gedanken bestimmen das ganze Leben und halten über einen langen Zeitraum an. Statistisch betrachtet erkranken etwa 16 bis 20 Prozent aller Menschen im Laufe ihres Lebens an einer Depression. Frauen sind mehr als doppelt so häufig betroffen wie Männer.

Ursachen einer Depression

Eine Depression kann in jedem Alter und in jeder Lebensphase auftreten. Kinder und Jugendliche, aber auch Erwachsene und Senioren können gleichermaßen betroffen sein. Wie genau Depressionen entstehen, konnte bis heute nicht vollständig geklärt werden. Besonders häufig entstehen Depressionen in Folge von schwerwiegenden psychischen Belastungen, die nicht verarbeitet werden können.

 

So kann beispielsweise nach dem Tod eines Angehörigen oder des Partners, einer Trennung oder Scheidung, dem Verlust des Arbeitsplatzes oder dem Eintritt in eine neue Lebensphase wie Pensionierung ein erhöhtes Risiko bestehen, an einer Depression zu erkranken. Dennoch tragen zur Entstehung einer Depression immer mehrere Aspekte bei. Auch genetische Veranlagung kann das Entstehen begünstigen – Forscher haben bereits 44 Gene entdeckt, die vermutlich mit der Entwicklung von Depressionen zusammenhängen.

In der Regel ist das Auftreten von mehreren Risikofaktoren notwendig, um eine Depression auszulösen. Dazu gehören beispielsweise:

  • genetische Veranlagung
  • anhaltender Stress (durch Arbeit, finanzielle Belastungen, familiäre Konflikte etc.)
  • traumatische Erfahrungen (z.B. Missbrauchserfahrungen, kriminelle Handlungen)
  • Phasen psychosozialer oder biologischer Veränderungen (z.B. durch Hormonumstellung bei Frauen in den Wechseljahren)
  • Verlusterlebnisse (z.B. Trennung, Tod; Statusverlust, materieller Verlust)
  • Einsamkeit
  • Lichtmangel (insbesondere bei Winterdepressionen)

Zudem sind Menschen, die unter chronischen körperlichen Krankheiten leiden, im Vergleich zu gesunden Menschen einem um etwa 50 Prozent höheren Risiko ausgesetzt, an einer Depression zu erkranken. Das Auftreten einer Depression kann demnach durch sogenannte somatische Risikofaktoren, also bestimmte körperliche Erkrankungen begünstigt werden. Dazu gehören beispielsweise:

  • chronische oder unheilbare Krankheiten
  • Demenzerkrankungen
  • Diabetes mellitus
  • Schlafstörungen
  • Herzinfarkt und Schlaganfall

Häufig treten Depressionen in Verbindung mit anderen seelischen Erkrankungen auf. Dazu gehören beispielsweise Persönlichkeitsstörungen, Angst- und Panikstörungen, Abhängigkeitserkrankungen, Essstörungen und Demenzerkrankungen. Des Weiteren kann eine Depression gemeinsam mit einer organischen Erkrankung wie beispielsweise Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Diabetes mellitus auftreten. Insbesondere im Fall von bestehenden Begleiterkrankungen erfordert eine erfolgreiche Behandlung der Depression neben einer umfangreichen Diagnose auch eine Behandlung der Begleiterkrankungen.

Das sagen unsere ehemaligen Patienten

"Ein absolut überzeugendes Konzept. Das gesamte Personal, Ärzte, Krankenschwester, Therapeuten aber ebenso die „guten Geister“ des Hauses, sind äußerst freundlich und kompetent. Man fühlt sich von Beginn an sehr gut „aufgehoben“."

Minika, 57, Alkoholabhängigkeit

"Wer in dieser Entzugsklinik keinen Erfolg hat, der hat wirklich ein Problem. Ich hätte niemals gedacht, in der kurzen Zeit so ins Leben zurück zu kommen."

Christoph, 53, Alkoholabhängigkeit und Depressionen

"Wir waren 10 total unterschiedliche sich fremde Personen, die sich schon innerhalb der ersten Woche zu einem super Team entwickelt haben. Der gemeinsame Beginn und die daraus resultierende Gruppendynamik ist ein unersetzlicher Baustein dieser Therapie.."

Norbert, 51, Alkoholabhängigkeit

Symptome einer Depression

Menschen, die unter einer Depression leiden, erleben tiefe Traurigkeit und Niedergeschlagenheit, aus der sie häufig keinen Ausweg sehen. Symptome einer Depression halten über einen Zeitraum von mindestens 2 Wochen an, können jedoch auch über mehrere Monate bestehen bleiben. Die Depression kann mit zahlreichen verschiedenen psychischen und physischen Symptomen einhergehen. Grundsätzlich zeichnet sich eine Depression durch drei klassische Hauptsymptome aus:

  • Freudlosigkeit und tiefe Niedergeschlagenheit, die über einen Zeitraum von mindestens zwei Wochen kontinuierlich andauern
  • nachlassendes oder fehlendes Interesse an der Arbeit, den Hobbys und sozialen Kontakten
  • ständige Müdigkeit, Kraftlosigkeit, Antriebslosigkeit und anhaltende innere Leere

Des Weiteren treten bei einer Depression meist Begleit- oder Nebensymptome auf. Dazu gehören unter anderem:

  • erhöhte Reizbarkeit und Aggression
  • innere Unruhe und Nervosität
  • Selbstzweifel, Selbstvorwürfe und Schuldgefühle
  • erhöhter Konsum von Alkohol und Tabak
  • Aufmerksamkeits- und Konzentrationsprobleme
  • Schlafstörungen
  • nachlassendes sexuelles Verlangen
  • Empfindungs- und Teilnahmslosigkeit
  • Entscheidungsschwierigkeiten
  • Zukunftsängste und Hoffnungslosigkeit
  • Suizidgedanken

 

Häufig äußern sich Depressionen zudem durch somatische Symptome, also körperliche Beschwerden. In diesen Fällen spricht man von einer somatisierten Depression. Somatische Beschwerden, die häufig im Zuge einer Depression auftreten, sind beispielsweise:

  • Appetitlosigkeit oder Heißhunger-Attacken
  • Magen- und Darmprobleme
  • Herz-Kreislaufprobleme
  • Kopf- und Rückenschmerzen
  • erhöhte Schmerzempfindlichkeit
  • Schlafstörungen und Müdigkeit
  • Gewichtsverlust oder -zunahme

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Die Unterschiede zwischen Trauer und Depression

Die niedergeschlagene, deprimierte Stimmung, die Betroffene während einer Depressionsphase erleben, ähnelt den Gefühlen der Traurigkeit, die Menschen nach dem Verlust eines nahestehenden Menschen oder anderen Lebensereignissen empfinden. Im Gegensatz zu Menschen, die unter einer Depression leiden, sind trauernde Menschen jedoch trotz ihres Schmerzes in der Lage sind, zumindest gelegentlich Freude zu empfinden. Zudem verbessert sich der Zustand von trauernden Menschen im Normalfall mit der Zeit und die traurigen Momente werden zunehmend kürzer und seltener erlebt. Menschen mit einer schweren Depression erfahren die Trauer dagegen kontinuierlich über einen langen Zeitraum hinweg. Wenn mehrere Risikofaktoren für das Entstehen einer Depression bestehen, kann sich aus der Trauer aber tatsächlich eine depressive Erkrankung entwickeln.

Therapieansätze bei Depressionen

Zur Behandlung von Depressionen gibt es innerhalb der Psychotherapie zahlreiche verschiedene Ansätze. Am häufigsten werden Depressionen durch eine Psychotherapie wie die kognitive Verhaltenstherapie oder durch Medikamente behandelt. Die bevorzugte Art der Behandlung hängt in erster Linie vom Schweregrad der Depression, aber auch von den spezifischen Symptomen und Beschwerden sowie den Lebensumständen der Betroffenen ab. Während leichte Depressionen meist psychotherapeutisch behandelt werden, kommen bei mittelschweren und schweren Depressionen häufig ergänzende antidepressive Medikamente zum Einsatz.

Insbesondere schwere chronische Depressionen werden heutzutage meist durch eine Kombinationstherapie aus Psychotherapie und geeigneten Medikamenten behandelt. Die Wirkung von Antidepressiva setzt in der Regel nach etwa ein bis zwei Wochen ein und entfaltet nach ungefähr vier bis sechs Wochen ihre volle Wirksamkeit. Da die Einnahme von Medikamenten mit Nebenwirkungen verbunden sein kann, wird in diesem Fall auf eine möglichst nebenwirkungsarme Dosierung geachtet.

Burnout und Depression: Gemeinsamkeiten und Unterschiede

Da es zwischen den Symptomen eines Burnout-Syndroms und denen einer Depression viele Überschneidungen gibt, lassen sich die beiden Krankheitsbilder leicht verwechseln. Die Abgrenzung im Rahmen der Diagnose kann sich dadurch gelegentlich als schwierig erweisen. Obwohl eine Depression aus einem unbehandelten Burnout-Syndrom entstehen kann, ist diese mit diesem nicht gleichbedeutend. Wenn der Krankheitsverlauf eines Burnouts bereits stark fortgeschritten ist, können sich Beschwerden und Symptome herausbilden, die denen einer Depression entsprechen. Sowohl Menschen, die unter einer Depression leiden, als auch Menschen, die von Burnout betroffen sind, suchen häufig soziale Isolation.

Burnout ist insbesondere innerhalb von Berufsgruppen verbreitet, die während der Arbeit einem hohen Druck ausgesetzt sind. Dazu gehören insbesondere Managerinnen und Manager, leitende Angestellte, aber auch Lehrerinnen und Lehrer, Ärztinnen und Ärzte sowie Pflegepersonal.

Alkoholiker

Burnout-Betroffene neigen jedoch eher zu Gereiztheit als depressive Menschen. Zudem gehen Depressionen meist mit zusätzlichen Symptomen einher, die bei einem Burnout in der Regel nicht auftreten. Dazu gehören beispielsweise Suizidgedanken, ein niedriges Selbstwertgefühl und ein gestörtes Selbstvertrauen. Durch die Überschneidungen der Symptome von Depression und Burnout ist eine professionell durchgeführte, genaue Diagnose von großer Bedeutung. Diese ermöglicht, die idealen Behandlungsmöglichkeiten für die jeweilige Erkrankung zu ermitteln.

Behandlungsmöglichkeiten von Depression und Burnout als psychosomatische Erkrankungen

Die NESCURE® Privatklinik am See behandelt Depressionserkrankungen und Burnout in Verbindung mit einer Alkoholabhängigkeit.

Bevor eine psychotherapeutische Behandlung möglich ist, ist es zwingend angeraten, einen Alkoholentzug zu absolvieren. Dieser sollte keinesfalls in Eigenregie erfolgen. Ein kalter Entzug ist äußerst riskant und vor allem für die Betroffenen sehr belastend und gefährlich. Während des Entzugs können sich verschiedene Symptome einstellen, die unangenehme körperliche und/oder psychische Begleiterscheinungen haben.

Therapie und Genesung in heilsamer Umgebung

Die Nescure Privatklinik am See stellt sich vor. Erfahren Sie mehr über unser Therapieprogramm und was wir für Ihre Therapie und Genesung tun können.

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In jedem Fall ist es angeraten, den Alkoholentzug unter ärztlicher Aufsicht durchzuführen. Als Fachklinik hilft Ihnen die NESCURE® Privatklinik am See während der Entgiftung und darüber hinaus. So erfolgt während der akutstationären Phase eine engmaschige ärztliche und pflegerische Behandlung. Vitalfunktionen werden währenddessen laufend überwacht. Unterdessen hilft eine medikamentöse Behandlung, die Symptome des Entzugs zu lindern. Im Bedarfsfall erfolgt zudem ein Monitoring. Vom ersten Tag an bieten wir unseren Patienten engmaschige Einzelgespräche in ärztlichen und therapeutischen Settings. Abhängig von der jeweiligen Verfassung sind außerdem Gruppengespräche, Yoga, Massagen und Entspannungsverfahren ein wesentlicher Teil unseres Therapiekonzeptes. Unterstützend arbeiten wir mithilfe der Neuro-Elektrischen Stimulation. Hierbei handelt es sich um eine Art Elektro-Akupunktur. Mit der Neuro-Elektrischen Stimulation setzen wir im Bereich der Neurotransmitter an. Erwiesenermaßen sind sowohl bei Suchterkrankungen wie auch bei Depressionen Abweichungen in Bezug auf Serotonin, Dopamin und Noradrenalin vorhanden. Die NES-Technik sorgt innerhalb der ersten Tage mittels transkranieller, neuroelektrischer Gleichstromstimulation für eine Anregung oder Dämpfung jener Glückshormone. Die Neuro-Elektrische Stimulation ist somit hervorragend für Patientinnen und Patienten geeignet, die an einer Komorbidität von Alkoholabhängigkeit und Depression leiden. Darüber hinaus arbeiten wir mit bewährten klassischen Methoden wie der Tiefenpsychologie, Verhaltenstherapie, Gestalttherapie und der systemischen Therapie. Abhängig von den individuellen Anforderungen sind auch körpertherapeutische oder traumatherapeutische Interventionen möglich. Ziel unseres Therapiekonzeptes ist ferner die intensive Auseinandersetzung mit den Auswirkungen der Alkoholsucht. Hier wagen wir einen Blick auf die individuellen sozialen und beruflichen Lebensbereiche und besprechen individuelle Problemsituationen. Im weiteren Verlauf des dreiwöchigen Aufenthalts in unserer Privatklinik ist es das Ziel, ein breites Suchthilfesystem aufzubauen. Dementsprechend erörtern wir gemeinsam verbundene Hilfsangebote und vermitteln notwendige Kontakte zu Selbsthilfegruppen, Suchtberatungsstellen, Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten und falls benötigt auch zur Weiterbehandlung in einer anderen Klinik. Auch Angehörigen-, Paar- und Familienberatungen sind möglich.

Fazit: Ganzheitliche Behandlung von Depression und Burnout

Da es sich sowohl bei Depressionen, als auch beim Burnout-Syndrom um psychosomatische Erkrankungen handelt, erfordert deren Behandlung eine ganzheitliche Betrachtungsweise. Die Psychosomatik betrachtet den Körper, den Geist und die Seele nicht als voneinander getrennt, sondern als eine Einheit, deren verschiedene Ebenen sich gegenseitig beeinflussen. Eine psychosomatische Behandlung ermöglicht sowohl eine Behandlung der psychischen Beschwerden als auch der damit zusammenhängenden körperlichen Symptome. Dabei können die tieferliegenden Ursachen einer Erkrankung erkannt und effektiv und nachhaltig geheilt werden.

FAQ zu Depression und Burnout als psychosomatische Erkrankungen

Welche Unterschiede bestehen zwischen einer Depression und einem Burn out?

Eine Depression und ein Burnout zeichnen sich sind in der Regel durch sehr ähnliche Symptome wie Gefühle der Niedergeschlagenheit, Müdigkeit und Überforderung aus. Während es sich bei einer Depression um ein klar definiertes Krankheitsbild handelt, ist dies beim Burnout jedoch nicht der Fall. Aus diesen Gründen ist eine eindeutige Diagnose in vielen Fällen schwer vorzunehmen. Eine Diagnose erfordert eine genauere Betrachtung der Symptome, aber auch weiterer Faktoren wie der Lebensumstände und der Persönlichkeit des Betroffenen.

Was kann ich tun, wenn ich bei einer nahestehenden Person eine Depression oder einen Burnout vermute?

Wenn Sie das Gefühl haben, dass eine Person aus ihrem engsten Umfeld an einer Depression oder einem Burnout leidet, ist es empfehlenswert, das Thema offen anzusprechen, ein offenes Ohr für die Sorgen der betroffenen Person zu haben und Ihre Unterstützung anzubieten. Falls die gesundheitlichen Beschwerden bereits fortgeschritten sein sollten, können Sie der betroffenen Person anbieten, ihr bei der Suche nach professioneller Unterstützung wie Psychotherapie behilflich zu sein.

Welche Maßnahmen können helfen, Depressionen oder Burnout vorzubeugen?

Um der Entstehung von Depressionen und Burnout vorzubeugen, ist insbesondere ein gesunder Lebensstil erforderlich. Dazu gehört nicht nur eine gesunde und ausgewogene Ernährung, sondern auch ausreichende Bewegung an der frischen Luft sowie das Pflegen von sozialen Kontakten. Auch Entspannungsmethoden, regelmäßige Ruhepausen und kreative Tätigkeiten können der Entstehung von psychosomatischen Erkrankungen vorbeugen.

Quellen:
  • https://www.jaegerwinkel.de/kompetenzen/psychosomatik/
  • https://www.oberbergkliniken.de/krankheitsbilder/depression
  • https://www.oberbergkliniken.de/krankheitsbilder/burnout
  • https://gesund.bund.de/depression
  • https://www.depression-begegnen.de/depression-zahlen
  • https://gesund.bund.de/burn-out-syndrom
  • https://www.deutsche-familienversicherung.de/krankenhauszusatzversicherung/ratgeber/artikel/burnout-ursachen-symptome-therapie/#newssection2
  • https://www.med.de/lexikon/psychosomatisch.html
  • https://www.hkk.de/themen/entspannung-und-stressvermeidung/interview-zu-depression-und-burnout

Gemeinsame Therapie

5-6 Gruppengespräche pro Woche

Einzelgespräche

Wöchentlich 4 ärztliche/therapeutische Einzelgespräche

Wohlfühlatmosphäre

Unterbringung in grossen Zimmern/Appartements zur Einzelnutzung

Gesundheit geht durch den Magen

Vollverpflegung inklusive aller Getränke