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Alkoholentzug zu Hause – kann das funktionieren?

Ja, ich habe ein massives Alkoholproblem.“ Oft dauert es mehrere Jahre, bis Alkoholabhängige zu dieser Einsicht gelangen. Vielfach führt die Erkenntnis jedoch nicht dazu, nach professioneller Hilfe zu suchen. Stattdessen probieren Betroffene einen Alkoholentzug zu Hause. Unterschätzt wird dabei, dass ein Alkoholentzug, der alleine und ohne ärztliche Aufsicht in Angriff genommen wird, große gesundheitliche Risiken birgt. Denn das Ausmaß und die Stärke der Entzugserscheinungen lassen sich im Vorfeld kaum genau prognostizieren. Dem Alkoholentzug zu Hause fehlt zumeist auch die Komponente der psychischen Entwöhnung. Diese wiederum ist unabdingbar, um einen langfristigen Sieg über die Sucht zu erzielen. Die Rückfallquoten nach einen Alkoholentzug, der alleine zu Hause durchgeführt wird, sind daher hoch.

Alkoholentzug zu Hause - Privatklinik NESCURE

Warum entscheiden sich Alkoholabhängige für den Alkoholentzug zu Hause?

Obwohl das Trinken von Alkohol über alle Schichten und Milieus hinweg „gesellschaftsfähig“ und sozial akzeptiert ist, verhält es sich mit einer Alkoholabhängigkeit gänzlich anders: Alkoholsucht trägt hartnäckig das öffentliche Stigma einer vermeintlich dahintersteckenden Charakterschwäche oder mangelnder Selbstkontrolle. Die soziale Diskreditierung führt nicht selten dazu, dass viele Alkoholiker heimlich trinken und ausgeklügelte Mechanismen entwickeln, ihre Abhängigkeit geheim zu halten.

Bevor Alkoholabhängige ihre Sucht daher einem Arzt offenbaren, geschweige denn, sie gegenüber Freunden, Familie oder Arbeitskollegen thematisieren, entschließen sie sich zu einem Alkoholentzug zu Hause. Einerseits fürchten Sie die „Ächtung“ durch das soziale Umfeld, andererseits sind sie auch der Meinung, dass der Alkoholentzug zu Hause mit einem ausreichend starken Willen und entsprechender Selbstdisziplin zu schaffen ist.

Und nicht nur die Angst vor einer Beschädigung des sozialen Ansehens treibt viele Alkoholiker dazu, den Ausstieg im Selbstversuch zu probieren, oft fürchten sie auch ernsthafte existentielle Konsequenzen. Etwa, dass der Arbeitgeber, den „labilen“ Mitarbeiter bei der anstehenden Beförderung eher nicht berücksichtigt oder dass Kollegen Terminarbeiten anders umverteilen, weil sie den Betroffenen für unzuverlässig halten.

Und es gibt noch einen weiteren Aspekt, aus dem heraus sich bestimmte Alkoholabhängige für den Alkoholentzug alleine entscheiden. Gemeint sind diejenigen, die in der Bewältigung des alltäglichen Lebens (noch) erstaunlich gut funktionieren – nicht zuletzt, weil sie in ein stabiles Netz aus Verpflichtungen eingespannt sind. Dieses Netz zu verlieren – etwa durch den Aufenthalt in einer Suchtklinik – erscheint ihnen wie der sprichwörtliche Sturz in den dunklen Abgrund.

Zur Wahrnehmung dieser Hilfsangebote, um vom Alkohol wegzukommen, braucht es für den Alkoholiker den ersten Schritt: Der Mensch mit Alkoholsucht erkennt die Tragweite seiner Problematik und setzt sich das Ziel, vom Alkoholkonsum wegzukommen. Die Überzeugung, den Alkoholkonsum zu beenden, hilft ihm auch, die Entzugserscheinungen durchzustehen.

Wie kann ein Alkoholentzug zu Hause funktionieren?

Kennzeichen einer Alkoholabhängigkeit ist unter anderem der Umstand, dass der Alkohol wesentliche Teile des Lebens beherrscht. Suchtkranke verwenden viel Zeit und Energie auf die Beschaffung und den (heimlichen) Konsum. Die starke Beschäftigung mit dem Suchtmittel hat andere Interessen und Hobbys oftmals verdrängt. Alkohol ist zum besten Freund geworden, der mit der Welt versöhnt.

Der Entschluss, diesem Freund ein für alle Mal Lebewohl zu sagen, erfordert eine starke Motivation und den ehernen Willen, zukünftig abstinent leben zu wollen. Nur dann besteht überhaupt eine Chance, die Sucht zu überwinden. Für den Alkoholentzug zu Hause gibt es grundsätzlich zwei Optionen: Ein kalter Entzug von Alkohol zu Hause konfrontiert den Betroffenen zumeist mit heftigen körperlichen und auch psychischen Entzugserscheinungen. Ein warmer oder sanfter Alkoholentzug zu Hause steht unter ärztlicher Aufsicht und kann durch Entzugs-Medikamente in seinen spürbaren Auswirkungen etwas abgemildert werden.

Kalter Entzug von Alkohol zu Hause

Ein kalter Entzug von Alkohol zu Hause ist die drastischste Form der Entgiftung, weil das Suchtmittel, an das sich der Körper jahrelang gewöhnt hat, abrupt und bedingungslos abgesetzt wird. Da bei dieser Variante keine abmildernden Medikamente eingesetzt werden, kann es zu einer ganzen Reihe von unterschiedlich starken Entzugserscheinungen kommen. Der Körper reagiert zunächst mit „Empörung“ – und zwar bereits wenige Stunden nach dem letztmaligen Alkoholkonsum. Je nach Dauer und Stärke der Abhängigkeit führt ein kalter Entzug unmittelbar zu den folgenden körperlichen Beschwerden:

  • ausgeprägtes Schwitzen,

  • starkes Zittern,

  • Kopfschmerzen,

  • Übelkeit,

  • Schwindel.

Chronisch hoher Alkoholkonsum bedingt jedoch nicht nur eine körperliche, sondern auch eine psychische Abhängigkeit. Logisch insofern, dass ein kalter Entzug von Alkohol zu Hause gleichermaßen psychische Nebenwirkungen zeitigt. Häufig sind:

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depressive Verstimmungen,

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Angst- und Panikattacken,

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aggressive Reizbarkeit,

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Schlaflosigkeit

Auch wenn ein sanfter Alkoholentzug zu Hause der kalten Variante aus medizinischer Sicht unbedingt vorzuziehen ist, so birgt auch er das Defizit, dass die psychische Entwöhnung prinzipiell nicht stattfindet. Die körperlichen Beschwerden lassen sich durch Medikamente wie Clomethiazol oder den Wirkstoff Naltrexon graduell regulieren, die Psyche steht bei jeder Entgiftung in den eigenen vier Wänden, ganz gleich ob kalter oder sanfter Alkoholentzug zu Hause, unter ungeheurem Stress. Nicht zuletzt depressive Verstimmungen, Übellaunigkeit und der scheinbar unkontrollierbare Wechsel von Aggressivität und Lethargie begünstigen in dieser Situation den Griff zum Glas mit Alkohol. Die Gefahr, dass die Suchtspirale sich wieder neu dreht, ist groß.

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Warmer oder sanfter Alkoholentzug zu Hause

Auch ein warmer oder sanfter Alkoholentzug zu Hause erfordert eine unbedingte Abstinenz – allerdings findet diese unter fachkompetenter ärztlicher Aufsicht statt. Das hat den entscheidenden Vorteil, dass der behandelnde Arzt die Entzugssymptome durch entsprechende Medikamente lindern oder sogar ganz verhindern kann. Die Arzneien wirken beruhigend und angstlösend, hemmen Krampfanfälle und beugen vor allem dem gefürchteten Alkoholdelir vor. Ein warmer oder sanfter Alkoholentzug zu Hause ist gleichwohl an bestimmte Voraussetzungen gebunden:

ein suchtmedizinisch erfahrener Arzt muss gefunden werden

das unmittelbare, soziale Umfeld muss stabil sein und eingebunden werden,

eine tägliche Kontaktaufnahme zum Arzt ist möglich,

der allgemeine Gesundheitszustand ist gut,

die Motivation muss hoch sein.

Auch wenn ein sanfter Alkoholentzug zu Hause der kalten Variante aus medizinischer Sicht unbedingt vorzuziehen ist, so birgt auch er das Defizit, dass die psychische Entwöhnung prinzipiell nicht stattfindet. Die körperlichen Beschwerden lassen sich durch Medikamente wie Clomethiazol oder den Wirkstoff Naltrexon graduell regulieren, die Psyche steht bei jeder Entgiftung in den eigenen vier Wänden, ganz gleich ob kalter oder sanfter Alkoholentzug zu Hause, unter ungeheurem Stress. Nicht zuletzt depressive Verstimmungen, Übellaunigkeit und der scheinbar unkontrollierbare Wechsel von Aggressivität und Lethargie begünstigen in dieser Situation den Griff zum Glas mit Alkohol. Die Gefahr, dass die Suchtspirale sich wieder neu dreht, ist groß.

Langsamer Alkoholentzug zu Hause

Eine Variante der abrupten Abstinenz ist ein langsamer Alkoholentzug zu Hause. Dieser Therapieansatz setzt auf eine schrittweise Reduzierung des Konsums, die unter strenger ärztlicher Aufsicht steht. Auch ein langsamer Alkoholentzug zu Hause kann durch entsprechende Medikamente unterstützt werden. Diese Behandlung eignet sich aber ausdrücklich nur für sehr leichte Formen der Sucht, respektive als Therapieziel für Alkoholabhängige, die eine völlige Abstinenz nicht schaffen. Die Erfolgschancen, die ein langsamer Alkoholentzug zu Hause mit sich bringt, sind aufgrund der nötigen, dauernden Selbstkontrolle überschaubar.

Alkoholentzug alleine - NESCURE Privatklinik

Was ist der Unterschied zwischen Entgiftung und Entwöhnung?

Wenn der körperliche Entzug geschafft ist, so markiert diese Entgiftung zunächst nur eine erste Etappe auf dem finalen Weg aus der Sucht. Auf die körperliche Entgiftung muss zwingend die eigentliche Entwöhnung folgen. Das meint: Es müssen die psychischen Ursachen der Alkoholabhängigkeit gefunden und alternative Strategien für den Umgang mit typischen Situationen gefunden werden, in denen früher getrunken wurde. Diese fehlende psychische Entwöhnung ist das größte Manko, das ein Alkoholentzug zu Hause mit sich bringt.

Denn der Prozess der Entwöhnung dauert ungleich länger als die eigentliche körperliche Entgiftung. Betroffene, die den puren Alkoholentzug alleine für gewöhnlich nach ein bis zwei Wochen überstanden haben, sehen sich anschließend im privaten und beruflichen Umfeld weiterhin mit suchtbegünstigenden Faktoren konfrontiert. Zudem hat sich im Laufe der Abhängigkeit das sogenannte Suchtgedächtnis ausgebildet, das sich immer wieder meldet und an Alkohol erinnert. Nur durch eine konsequente suchtspezifische, psychologische Therapie und Betreuung kann es gelingen, die vielen Trigger im Alltag, die mit Alkohol verknüpft sind, dauerhaft zu meistern. Diese neuen Verhaltensweisen sollten sinnvollerweise mit professioneller Unterstützung gelernt werden.

Das sagen unsere ehemaligen Patienten

"Ein absolut überzeugendes Konzept. Das gesamte Personal, Ärzte, Krankenschwester, Therapeuten aber ebenso die „guten Geister“ des Hauses, sind äußerst freundlich und kompetent. Man fühlt sich von Beginn an sehr gut „aufgehoben“."

Minika, 57, Alkoholabhängigkeit

"Wer in dieser Entzugsklinik keinen Erfolg hat, der hat wirklich ein Problem. Ich hätte niemals gedacht, in der kurzen Zeit so ins Leben zurück zu kommen."

Christoph, 53, Alkoholabhängigkeit und Depressionen

"Wir waren 10 total unterschiedliche sich fremde Personen, die sich schon innerhalb der ersten Woche zu einem super Team entwickelt haben. Der gemeinsame Beginn und die daraus resultierende Gruppendynamik ist ein unersetzlicher Baustein dieser Therapie.."

Norbert, 51, Alkoholabhängigkeit

Was passiert, wenn der Alkoholentzug zu Hause misslingt?

Die Risiken, mit einem Alkoholentzug, der alleine unternommen wird, zu scheitern sind groß. Zum einen kapitulieren viele Betroffene bereits, wenn die körperlichen Entzugserscheinungen als so gravierend wahrgenommen werden, dass sie es schlicht „nicht mehr aushalten“ – und zum Glas oder zur Flasche greifen, damit das Leiden ein Ende hat. Aber auch Abhängige, die den puren Alkoholentzug zu Hause bis zum Nachlassen der körperlichen Beeinträchtigungen gewältigt haben, können im klassischen Sinn rückfällig werden, sobald sie sich in Ihrem Alltag, wie erwähnt, einem typischen Auslöser gegenübersehen, der zuvor mit Alkoholkonsum verknüpft war.

sanfter Alkoholentzug zu Hause - NESCURE Privatklinik

Das kann eine berufliche Herausforderung ebenso sein wie privater Stress. Schließlich begünstigt in nicht seltenen Fällen die grandiose Unterschätzung des (auf ewig) vorhanden Suchtpotentials eine fatale Leichtsinnigkeit: Für Betroffene, die meinen, ihre Abhängigkeit vermeintlich überwunden zu haben, führt auch das kleinste Gläschen zurück in die Abhängigkeit.

In beiden Fällen setzt das Gefühl, versagt zu haben, die Suchtspirale oftmals erneut in Gang. Beim Alkoholentzug zu Hause fehlt das stabilisierende psychische Korsett einer professionellen Therapie – die auch darauf vorbereitet mit einen eventuellen Rückfall umzugehen.

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Warum ist der Alkoholentzug in einer Klinik die bessere Alternative?

Aus dem bislang Geschilderten wird deutlich, dass ein Alkoholentzug, der alleine in den eigenen vier Wänden probiert wird, nicht nur mit erheblichen, gesundheitlichen Risiken behaftet ist, sondern auch vergleichsweise geringe Erfolgsaussichten hat. Neben der fehlenden Unterstützung bei der psychischen Entwöhnung mangelt es auch an einer haltgebenden Kontrolle, die im Zweifelsfall schnell eingreifen kann. Für Alkoholabhängige ist der feste Vorsatz, auf immer auf Alkohol verzichten zu wollen, elementar für die Überwindung der Sucht. Während einer stationären Behandlung helfen Ärzte und involvierte Psychologen nicht nur bei der Entgiftung, sondern auch bei der erfolgsentscheidenden und stabilisierenden Entwöhnung.

 

Diese intensive Betreuung ist auch deshalb so notwendig, weil Betroffene, deren Leben durch Alkohol determiniert war, nach dem Entzug eine oft überwältigende „Leere“ empfinden. Sie müssen sich selbst und ihre Interessen (wieder) neu finden, Kommunikation und Interaktion unter neuen Vorzeichen lernen. Dazu bietet ein Klinikaufenthalt den Raum und die Zeit. Beides ist bei einem Alkoholentzug zu Hause im besten Fall rudimentär gewährleistet.

Öffentliche Suchttherapie: Das Manko der Zweiteilung

Alkoholabhängige, die sich gegen einen Alkoholentzug zu Hause entschieden haben, und deshalb nach einer geeigneten, stationären Einrichtung suchen, werden schnell feststellen, dass die öffentliche, suchtmedizinische Behandlung in Deutschland keineswegs optimal organisiert ist. Öffentliche Krankenhäuser bieten zumeist nur die körperliche Entgiftung an, an die sich eine psychotherapeutische Erstversorgung anschließt. Diese dient vor allem der Motivationsstärkung, an dem einmal gefassten Entschluss festzuhalten.

Die eigentliche psychische Entwöhnung wird jedoch erst später und von anderen Trägern (Rentenkasse) bereitgestellt – und dies nicht selten mit einem erheblichen zeitlichen Puffer dazwischen. In den entsprechenden Rehakliniken fokussiert sich die Behandlung auf psychotherapeutische Gruppensitzungen und beinhaltet eher wenige individuelle Therapie- und Behandlungspläne. So bietet die öffentliche Suchttherapie zwar den Vorteil, dass die Kosten in aller Regel übernommen werden, die zweigeteilte Entzugsbehandlung muss jedoch als gravierender Mangel betrachtet werden.

Private Suchtkliniken: Ganzheitliche Behandlung von Anfang an

Die Behandlung in privaten Entzugskliniken unterscheidet sich von der in öffentlichen Krankenhäuser gravierend. Zwar steht auch hier die körperliche Entgiftung zunächst notwendigerweise am Anfang, allerdings greifen bereits in diesem frühen Stadium diverse Therapien und Ansätze der psychischen Entwöhnung. Patienten erfahren vom ersten Tag an eine ganzheitliche Behandlung.

Alkoholentzug zu Hause - NESCURE Privatklinik

Entzugserscheinungen während der Entgiftung werden in der stationären Therapie in beiden Klinikformen durch geeignete Medikamente gemildert und abgeschwächt, gleichwohl sorgt die ungleich komfortablere Umgebung in einer Privatklinik für einen angenehmeren Aufenthaltswert. Die Therapien der Entwöhnung kombinieren gruppentherapeutische Gespräche und intensive, persönliche Einzeltermine, die von geschulten Psychologen und Psychotherapeuten angeboten werden. Dabei richtet sich ein deutliches Augenmerk auf das Finden und Erlernen von individuellen Bewältigungsstrategien für die Rückkehr in das normale, alkoholfreie Leben.

Zumeist unterbreiten private Suchtkliniken zudem diverse Angebote der Freizeitgestaltung, die nicht zuletzt dem Erwerb einer neuen, positiven Selbstwahrnehmung dienen.

Therapie und Genesung in heilsamer Umgebung

Die Nescure Privatklinik am See stellt sich vor. Erfahren Sie mehr über unser Therapieprogramm und was wir für Ihre Therapie und Genesung tun können.

Sind Sie selbst von Alkoholismus betroffen? Dann freuen wir uns auf Ihre Kontaktaufnahme!

Das NESCURE®-Therapie Konzept: Nachhaltiger Alkoholentzug

Die NESCURE® Privatklinik am See im bayerischen Bad Bayersoien ist eine Fachklinik der Oberberg Gruppe, die den Alkoholentzug in einem kompakten Therapieblock von drei Wochen praktiziert und dabei unter anderem auf Neuro-Elektrische-Stimulation setzt. Diese Form der Elektro-Akupunktur erzielt effektive Erfolge im Rahmen eines sanften Alkoholentzugs sowohl bei der Entgiftung als auch bei der Entwöhnung. In Gruppen- und Einzelgesprächen werden in einer wohlbehaglichen Umgebung nachhaltige Verhaltensänderungen erlernt, die Körper und Geist für ein erfülltes Leben jenseits der Sucht sensibilisieren und stabilisieren.

FAQ/Häufig gestellte Fragen

Warum wird ein Alkoholentzug zu Hause gemacht?

Viele Alkoholabhängige fürchten die soziale Diskriminierung, falls ihre Sucht durch einen stationären Aufenthalt in einer Suchtklinik öffentlich werden sollte. Oder sie haben Angst vor beruflichen Konsequenzen. Gelegentlich lassen auch alltägliche Verpflichtungen eine längere Abwesenheit vermeintlich nicht zu.

Wie kann ein Alkoholentzug alleine durchgeführt werden?

Grundsätzlich gibt es zwei Optionen für den Alkoholentzug in Eigenregie: Ein kalter Entzug von Alkohol zu Hause steht für eine abrupte und völlige Abstinenz. Bei dieser Form treten zumeist massive körperliche und psychische Entzugserscheinungen auf. Ein warmer oder sanfter Alkoholentzug zu Hause wird dagegen durch Medikamente begleitet, die die Entzugserscheinungen abmildern oder ganz verhindern. Aber auch in diesem Fall wird der Alkoholkonsum schlagartig auf null gesetzt.

Ist ein Alkoholentzug zu Hause gefährlich?

Ja. Je nach Schwere der Abhängigkeit können heftigste Entzugserscheinungen auftreten, die lebensgefährliche Konsequenzen haben. Das gefürchtete Delirium tremens (Alkoholdelir) äußert sich durch Halluzinationen, Krampfanfälle und Kreislauf-Komplikationen und ist unbehandelt potentiell tödlich.

Der Alkoholentzug in einer Klinik ist dem Eigenversuch in jedem Fall vorzuziehen. Die gesundheitlichen Risiken sind geringer und die langfristigen Erfolgschancen größer. Voraussetzung für letzteres ist allerdings die Entscheidung für eine Suchtklinik mit ganzheitlicher Therapie und umfassender Behandlung.

Quellen
  • Deutsche Gesellschaft für Suchtforschung und Suchttherapie e.V., Screening, Diagnose und Behandlung alkoholbezogener Störungen, aktualisierte Langfassung 2020
  • Dr. med. Vanessa Grassnickel, Alkoholentzug zu Hause, geht das?, 2023, auf https://infothek-gesundheit.de/alkoholentzug-zu-hause-geht-das/
  • Medscape, Alkoholentzugssyndrom, 2021, auf https://ada.com/de/conditions/alcohol-withdrawal/
  • Arztinformationssystem Deximed, Alkoholdelir (Delirium tremens), 2021, auf https://deximed.de/home/klinische-themen/suchtmedizin/patienteninformationen/folgeerkrankungen/alkoholdelir-delirium-tremens
  • Verena Düttmann, Wege aus der Sucht: Der Alkoholentzug, 2020, auf https://hellobetter.de/blog/alkoholentzug/

Gemeinsame Therapie

5-6 Gruppengespräche pro Woche

Einzelgespräche

Wöchentlich 4 ärztliche/therapeutische Einzelgespräche

Wohlfühlatmosphäre

Unterbringung in grossen Zimmern/Appartements zur Einzelnutzung

Gesundheit geht durch den Magen

Vollverpflegung inklusive aller Getränke