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Alkoholismus: Wenn Alkohol das Leben bestimmt

Alkoholismus ist eine Suchtkrankheit und eine schwere seelische Erkrankung. Die Alkoholsucht beginnt schleichend und wird von den Betroffenen oft über lange Zeit nicht bemerkt. Das starke Verlangen nach Alkohol bestimmt mehr und mehr das Leben. Der steigende Alkoholkonsum hat schwere Folgen und schränkt die Lebensqualität stark ein. Schätzungen zufolge sind in Deutschland ungefähr 1,6 Millionen Menschen alkoholabhängig. Die Dunkelziffer ist noch deutlich höher.

Wann ist von Alkoholismus die Rede?

Alkoholismus ist kein moralischer Defekt, sondern eine Suchterkrankung, bei der das übermäßige Verlangen nach Alkohol im Vordergrund steht. Es handelt sich bei der Alkoholsucht um eine schwere seelische Erkrankung und nicht um eine Charakterschwäche. Die Suchterkrankung trifft Menschen aus allen sozialen Schichten und beginnt mitunter schon im Jugendalter. In Deutschland trinken fast alle erwachsenen Menschen mehr oder weniger viel Alkohol, doch nicht jeder ist abhängig. Auch dann, wenn der Konsum von Alkohol bedenklich hoch ist, muss noch keine Alkoholsucht vorliegen. Der Übergang vom normalen Alkoholkonsum in die Alkoholsucht erfolgt fließend. Die Betroffenen erkennen oft erst spät oder gar nicht, dass sie ein Problem mit Alkohol haben und eine Suchtkrankheit vorliegt. Ein erhöhter Konsum von Alkohol wird oft nicht von den Betroffenen selbst, sondern von den Angehörigen, Freunden oder Kollegen bemerkt. Fehlt der Alkohol, treten körperliche Entzugserscheinungen auf.

 

Ab wann gilt ein Mensch als Alkoholiker?

 

Nicht jeder Mensch mit einem erhöhten und bedenklichen Alkoholkonsum ist ein Alkoholiker. Bei einem bedenklich hohen Alkoholkonsum muss nicht immer Alkoholismus vorliegen. Mitunter handelt es sich lediglich um Missbrauch. Um zu erkennen, ob das Trinken zur Sucht geworden ist, gibt es sechs Hauptanzeichen. Treffen innerhalb eines Jahres mindestens drei davon zu, gilt der Betroffene als suchtkrank und benötigt Hilfe.

 

Hauptanzeichen für eine Sucht

 

Anhand der folgenden Hauptanzeichen ist erkennbar, ob der Alkoholkonsum bereits zu einer Sucht geworden ist.

 

Starkes Verlangen

Ein mitunter unbeherrschbares Verlangen, Alkohol zu trinken, ist das zentrale Symptom von Alkoholismus. Es kann plötzlich auftreten oder zu einem dauerhaften Zustand werden.

Kontrollverlust

Alkoholiker verlieren die Kontrolle darüber, wie viel und wann sie trinken. Viele hören nach dem ersten Glas nicht mehr auf und trinken solange, bis sie berauscht sind. Das kann nicht nur für die Betroffenen selbst, sondern auch für deren Mitmenschen schwerwiegende Folgen haben. Die Betroffenen trinken auch in Situationen, in denen das für sie gefährlich werden kann, beispielsweise bei der Arbeit oder vor der Teilnahme am Straßenverkehr.

Toleranzentwicklung

Der Körper entwickelt aufgrund von übermäßigem Konsum von Alkohol im Laufe der Zeit eine Toleranz. Damit der gewünschte Effekt eintritt, müssen die Betroffenen immer größere Mengen konsumieren. Ein ziemlich eindeutiges Anzeichen ist, dass die Betroffenen scheinbar deutlich mehr Alkohol vertragen als deren Mitmenschen, die nicht abhängig sind. Die erhöhte Toleranz bedeutet nicht, dass der erhöhte Alkoholkonsum geringere körperliche Folgen hat.

Körperliche Entzugserscheinungen

Wenn ein körperlich abhängiger Alkoholiker weniger oder gar nicht trinkt, macht sich das mit Entzugserscheinungen wie Schlafstörungen, Angst, Zittern, depressiven Verstimmungen und Schweißausbrüchen bemerkbar. Der Betroffene muss wieder trinken, damit die Entzugserscheinungen nachlassen.

Vernachlässigung von anderen Interessen

Bei Menschen mit Alkoholismus kreisen die Gedanken immer mehr darum, sich Alkohol zu besorgen und zu trinken. Das führt dazu, dass sie wichtige Aufgaben, Familie, Freunde und Hobbys vernachlässigen. Der Zeitaufwand für die Beschaffung und den Konsum von Alkohol sowie für die Erholung von den Folgen wird immer größer.

Anhaltender Alkoholkonsum trotz schwerwiegender Folgen

Auch wenn der Alkoholkonsum bereits Spuren hinterlassen hat, nehmen die Betroffenen keine Hilfe an und können nicht damit aufhören, Alkohol zu konsumieren. Selbst wenn bereits ein Jobverlust droht, sie ihren Job verloren haben, der Partner mit Trennung droht oder sich erste Folgeerkrankungen zeigen, schränken sie ihren Alkoholkonsum nicht ein.

 

Weitere Anzeichen von Alkoholsucht

 

Alkoholismus macht sich außer mit den sechs Hauptsymptomen noch mit weiteren Anzeichen bemerkbar. Die Betroffenen trinken Alkohol nicht mehr zum Genuss, sondern aufgrund ihres körperlichen Bedürfnisses oder aus Zwang. Versuche, Hilfe anzunehmen und den Alkoholkonsum zu reduzieren, scheitern regelmäßig. Viele Alkoholiker sind davon überzeugt, dass sie gar nicht abhängig sind und daher jederzeit aufhören könnten. Einigen gelingt das über mehrere Tage oder Monate, bevor sie erneut zur Flasche greifen. Der nächste Rückfall zeigt sich mit Kontrollverlust und Frustration, sodass sie dann noch mehr trinken.
Die Alkoholsucht äußert sich häufig auch mit Schamgefühl und Heimlichkeiten. Das liegt in der Stigmatisierung von Alkoholikern durch die Gesellschaft. Werden die Betroffenen von ihren Mitmenschen auf ihr Problem angesprochen, erfolgt der Alkoholkonsum verstärkt heimlich.
Schließlich macht sich der erhöhte Alkoholkonsum bei den Betroffenen irgendwann auch optisch bemerkbar. Die Haut im Gesicht, die Nase und die Augen sind gerötet. Häufig sind die Augen auch geschwollen und glasig.

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Was sind die Ursachen von Alkoholismus?

 

Auch wenn in Deutschland viele Menschen regelmäßig und mitunter auch viel Alkohol trinken, ist nur ein kleiner Teil von ihnen abhängig. Eine Studie informiert über das Trinkverhalten der Deutschen im Jahr 2018:

  • riskante Durchschnittsmengen wurden von 12,6 Prozent der Bevölkerung im Alter zwischen 18 und 64 Jahren konsumiert
  • 25 Prozent der Befragten im Alter zwischen 18 und 64 Jahren gaben an, bei mindestens einer Trinkgelegenheit innerhalb eines Monats fünf oder mehr Gläser Alkohol, also bis zu einem Rausch, getrunken zu haben
  • bei den Frauen zeigten nur 16 Prozent ein solches Trinkverhalten, während es bei den Männern 33 Prozent waren
  • mehr als 87 Prozent der Altersgruppe von 18 bis 64 Jahren gaben an, keinen Alkohol oder nur geringe Mengen zu trinken.

Was sind nun die Ursachen für Alkoholismus und den teilweise hohen Alkoholkonsum? Bislang ist nicht vollständig geklärt, wie Alkoholismus entsteht. Bei der Entstehung einer Alkoholsucht treffen immer mehrere Fakten zusammen. Eine wichtige Rolle spielen genetische und psychosoziale Einflüsse.

Für Alkoholismus kommen verschiedene Ursachen in Frage:

Genetische Faktoren
Aus Studien der Familien- und Zwillingsforschung ist bekannt, dass für die Alkoholsucht ein genetisches Risiko besteht. Bei eineiigen Zwillingen besteht ein erhöhtes Risiko, wenn einer der beiden Zwillinge bereits alkoholkrank ist. Bei Kindern, von denen beide Elternteile alkoholabhängig sind, entwickeln ungefähr 30 Prozent eine Alkoholsucht.

Konsum von Alkohol in der Familie
Wird in der Familie viel Alkohol getrunken, entwickeln Kinder ein Gefühl dafür, dass Alkohol Probleme löst oder lustig macht und dass Trinken Bewunderung hervorruft. Die Kinder nehmen ihr familiäres Umfeld als schlechtes Vorbild. Dieser Effekt verstärkt sich, wenn später im Freundeskreis viel Alkohol konsumiert wird.

Genuss von Alkohol unter Freunden
Gruppendruck in der Pubertät kann den Alkoholkonsum fördern, wenn Freunde häufig Alkohol trinken. Jugendliche wollen dazugehören und befürchten, ausgeschlossen zu werden, wenn sie nicht mitmachen.

Positive Auswirkungen des Konsums
Menschen, die körperliche oder psychische Probleme haben, greifen mitunter zum Alkohol, da sie darin eine Hilfe für ihre Lebenssituation sehen. Sie wollen Ängste oder Hemmungen überwinden und schwierige Lebensphasen mit Hilfe von Alkohol besser meistern.

Traumatische Erlebnisse in der Kindheit
Die Basis für zahlreiche Suchterkrankungen, darunter auch für die Alkoholsucht, bilden häufig traumatische Erlebnisse in der Kindheit, beispielsweise Verletzungen, Missbrauch durch nahe Angehörige, Ablehnung durch die Eltern oder schwerwiegende Verluste, zum Beispiel eines Elternteils.

 

Mögliche Ursachen für Alkoholismus

 

Hüten Sie sich jedoch, alle Symptome und jeden Menschen aus diesem einen Blickwinkel zu bewerten. Die genannten Anzeichen können auch gänzlich andere Ursachen haben und/oder mit weiteren Erkrankungen einhergehen. Alkoholismus ist häufig nur „das I-Tüpfelchen“ eines grundlegenden Leidens.

Der Weg in die Abhängigkeit ist äußerst komplex und lässt sich selten an einem einzelnen Aspekt festmachen – schon gar nicht an mangelnder Selbstbeherrschung oder fehlendem Willen. Die Gefahr, dass aus Gewohnheit Sucht wird, zieht sich durch alle Bevölkerungsschichten. Sie ist unabhängig von Geschlecht, Alter, sozialem Status oder Bildungshintergrund.

Auch die Gründe, regelmäßig bzw. oft große Mengen zu trinken, sind weit gefächert. Zu viel oder zu wenig Arbeit, keine oder mehr als genug Perspektiven, Freude oder Trauer, ein positives oder ein negatives Selbstbild… Neben chronischen Angst- oder Persönlichkeitsstörungen kommen durchaus auch temporäre Auslöser in Frage für Alkoholismus und die daraus resultierende Notwendigkeit, einen Alkoholentzug zu machen.

Alkohol als Glücksdroge

 

Alkohol gilt als Einstiegsdroge, doch ist er eine äußerst gefährliche Droge. Alkohol fördert die Freisetzung des Nervenbotenstoffs Dopamin, aber nicht bei jedem löst das einen Alkoholismus aus. Die Dopamin-Rezeptoren werden durch Alkohol noch stärker als durch Nahrung aktiviert. Alkohol belohnt mit Glücksgefühlen. Ein häufiger Konsum von Alkohol führt zu einer verstärkten Unabhängigkeit gegenüber Dopamin, sodass die Betroffenen oft in eine Alkoholsucht geraten.

Folgen von Alkoholismus

 

Alkoholismus hat akute und langfristige körperliche sowie psychische Folgen. Zu den akuten Folgen gehören Entzugserscheinungen, die sich dann zeigen, wenn die Betroffenen gerade nicht trinken. Neben den Entzugserscheinungen können weitere akute Symptome auftreten. Langfristig treten Organschäden und psychische Erkrankungen auf. Darüber hinaus hat der verstärkte Konsum von Alkohol auch schwerwiegende soziale Folgen wie

  • Jobverlust
  • Trennung vom Partner
  • Rückzug von Familie und Freunden
  • Vernachlässigung wichtiger Aufgaben
  • Vernachlässigung von Interessen und Hobbys
  • sozialer Rückzug bis hin zur Isolation
  • Beschaffungskriminalität.

 

Kurzfristige Folgen von Alkoholkonsum

 

Kurzfristig kann Alkohol Hemmungen abbauen und die Stimmung aufhellen. Früher oder später können bei erhöhtem Alkoholkonsum abhängig von Geschlecht, körperlicher Verfassung, Körpergewicht und Trinkgewohnheiten Wahrnehmungsstörungen und Koordinationsschwierigkeiten auftreten. Schnell gelangt der Alkohol über das Blut in den gesamten Körper, darunter auch in das Gehirn. Die Organe werden auch bei denjenigen geschädigt, die bereits eine erhöhte Alkoholtoleranz haben und viel vertragen. Pro Stunde kann die Leber nur etwa 15 Gramm Alkohol abbauen. Wird mehr getrunken, verbleibt der Rest im Blut. Beim Alkoholabbau werden Giftstoffe freigesetzt, die langfristige körperliche Folgen haben können.
Die schwerwiegendste akute körperliche Folge von Alkoholkonsum ist eine Alkoholvergiftung, die abhängig von der Alkoholtoleranz und von der Trinkmenge mehr oder weniger schwer ausgeprägt sein kann. Im leichten Stadium kommt es nur zu einem Rausch, der sich in einer heiteren Stimmung und mitunter in Wahrnehmungsstörungen äußert. Bei einem mittleren Stadium sind bereits Sprache, Koordination, Urteilsvermögen und Gang beeinträchtigt. Es kann zu Erinnerungslücken kommen. Ist die Vergiftung stark ausgeprägt, kommt es zu Gereiztheit, Aggressivität, Ermüdung und schlimmstenfalls zum Koma. Eine Alkoholvergiftung muss noch kein Zeichen von Alkoholismus sein. Liegt ein Alkoholismus vor, können solche Vergiftungserscheinungen immer häufiger auftreten.

 

Langfristige körperliche Folgen von Alkoholismus

 

Welche schwerwiegenden langfristigen Folgen Alkohol auf den Körper haben kann, zeigen die folgenden Zahlen:
Jährlich sind in Deutschland ungefähr 74.000 Todesfälle im Zusammenhang mit Alkoholkonsum zu verzeichnen. Zu hoher Alkoholkonsum führt täglich zu etwa 200 Todesfällen. Bei Männern im Alter zwischen 35 und 65 Jahren liegt der Anteil der alkoholbedingten Todesfälle bei 25 Prozent. Bei Frauen in dieser Altersgruppe machen die Todesfälle aufgrund von Alkoholismus ca. 13 Prozent aus. Statistisch gesehen haben Alkoholiker eine um etwa 15 Prozent reduzierte Lebenserwartung. Das macht eine Lebenszeit von ungefähr 12 Jahren aus.

Zu den allgemeinen Symptomen von Alkoholmissbrauch und Alkoholsucht zählen

  • Gewichtsverlust
  • Appetitlosigkeit
  • Schlafstörungen
  • vermehrtes Schwitzen
  • Potenzstörungen und Libidoverlust
  • Depressionen bis hin zu Suizidgedanken
  • Verschlechterung des Allgemeinbefinden

Nicht nur der ständige Alkoholkonsum, sondern auch Entzugserscheinungen können schwere Symptome haben. Zu den schwerwiegenden Entzugserscheinungen gehört ein Entzugsdelir, das sich mit Zittern, Schwitzen, Bewusstseinsstörungen, optischen und akustischen Halluzinationen, Fieber, Blutdruckanstieg und Koma zeigen kann. Die Atmung und die Herz-Kreislauf-Regulation können lebensgefährlich beeinträchtigt sein, weshalb dringende ärztliche Hilfe erforderlich ist.

Alkohol schädigt nahezu alle körperlichen Organe. Die Schädigungen der einzelnen Organe machen sich auf unterschiedliche Weise bemerkbar:

 

Leber

Bei einem Alkoholiker leistet die Leber ständig Schwerstarbeit, da sie den Alkohol abbauen muss. Zunächst kommt es zu einer Fettleber, da die Leber Fett einlagert und sich vergrößert. Da die Leber selbst keine Schmerzen empfinden kann, bleibt dieser Zustand lange unbemerkt. Druckgefühl im Oberbauch kann auf eine Fettleber hindeuten. Kommt es zu einer Leberentzündung (alkoholbedingte Hepatitis), treten Schmerzen auf. Sterben Leberzellen ab, wandelt sich Lebergewebe in Bindegewebe um. Es kommt zu einer Leberzirrhose, die lebensbedrohlich ist. Darüber hinaus steigt das Risiko für Leberkrebs.

Gehirn

Der Konsum von Alkohol schädigt die Hirnzellen. Daher steigt das Risiko von Demenzerkrankungen. Da Alkoholiker häufig unter einem Vitaminmangel aufgrund einer nicht ausreichenden Ernährung leiden, kann es zum Korsakow-Syndrom kommen, das sich mit dauerhaften Gedächtnisstörungen, Verwirrtheit und Augenproblemen äußern kann.

Bauchspeicheldrüse

Alkoholismus kann zu einer schmerzhaften und lebensbedrohlichen chronischen Entzündung der Bauchspeicheldrüse führen. Die Entstehung von Diabetes mellitus wird begünstigt. Eine chronische Entzündung der Bauchspeicheldrüse kann zu starken Durchfällen führen.

Speiseröhre

An der Speiseröhre können aufgrund von Alkoholismus Schleimhauteinrisse auftreten. Da der Alkohol die Leber zerstört, sucht sich das Blut einen neuen Weg zum Herzen. Da ein Teil des Blutes nicht mehr über die Pfortader zum Herzen gelangt, passiert es die Venen entlang der Speiseröhre, die sich erweitern und platzen können. Es kommt zu Krampfadern der Speiseröhre (Ösophagusvarizen). Blutverluste durch geplatzte Ösophagusvarizen können lebensbedrohliche Folgen haben.

Magen und Darm

Alkohol passiert den gesamten Verdauungstrakt und kann daher überall Schäden anrichten. Alles beginnt bereits im Mund, wo es vermehrt zu Zahnfleischentzündungen kommt. Alkoholiker leiden häufig unter Sodbrennen, Magenschleimhautentzündungen und Magengeschwüren. Die Schleimhaut von Dünn- und Dickdarm kann sich entzünden. Alkoholismus begünstigt Krebs von Speiseröhre, Magen und Darm.

Herz-Kreislauf-System

Die Alkoholsucht schädigt das Herz-Kreislauf-System, was sich mit Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen und Herzmuskelentzündungen zeigen kann. Ein Zeichen von Gefäßveränderungen ist die Rotfärbung der Haut.

Erhöhtes Risiko für Krebs

Ständiger Alkoholkonsum erhöht das Risiko für Krebs. Gefährdet sind Leber, Bauchspeicheldrüse, Mund- und Rachenraum, Speiseröhre, Magen und Darm. Auch das Risiko für Kehlkopfkrebs ist erhöht. Bei Frauen mit erhöhtem Konsum von Alkohol besteht ein höheres Brustkrebsrisiko. Um das Risiko zu reduzieren, benötigen Alkoholiker möglichst frühzeitig ärztliche Hilfe

 

Alkohol während der Schwangerschaft

 

Alkoholkonsum während der Schwangerschaft kann fatale Folgen für das zu erwartende Kind haben. Solche Schäden sind für das Kind unumkehrbar. Sie beeinträchtigen nicht nur die Entwicklung des Fötus, sondern begleiten das Kind durch das gesamte Leben. Häufig haben diese Kinder nur ein geringes Geburtsgewicht. Es kann zu Fehlbildungen an Lippen, Augen, Genitalien, Herz und Knochen sowie zu Kleinwuchs kommen. Eine häufige Folge von Alkoholismus der werdenden Mutter ist das Fetale Alkoholsyndrom, bei denen Kinder in ihrer körperlichen und geistigen Entwicklung beeinträchtigt sind und Verhaltensauffälligkeiten zeigen. Die Intelligenz der Kinder ist häufig vermindert.

 

Alkoholismus hilfe

Die sozialen Auswirkungen einer Alkoholsucht sind weitreichend

Psychische Folgen von Alkoholismus

 

Alkoholismus hat körperliche, aber auch schwerwiegende psychische Folgen. Es kommt zu einer Persönlichkeitsveränderung. Stimmungsschwankungen, Depressionen, Aggressivität, Gewaltbereitschaft, aber auch Selbstmitleid treten auf. Aggressionen können sich gegen nahestehende oder fremde Menschen richten. Häufig leiden Alkoholiker unter Wahnvorstellungen und Halluzinationen. Auch Schlafstörungen, Schuld- und Minderwertigkeitsgefühle und Angstzustände können auftreten.

 

Psychische Erkrankungen im Zusammenhang mit Alkoholismus

 

Alkoholismus hat körperliche und psychische Folgen, doch kann er auch im Zusammenhang mit anderen psychischen Erkrankungen auftreten. Häufig geht die Alkoholsucht mit Angststörungen wie Phobien oder Panikstörungen einher. Oft leiden Alkoholiker an Depressionen. Patienten mit Schizophrenie leiden oft zusätzlich unter Alkoholismus. Es ist oft nur schwer feststellbar, ob die psychische Erkrankung zu einem verstärkten Alkoholkonsum geführt hat oder ob die Alkoholsucht die Ursache anderer psychischer Erkrankungen ist. In jedem Fall benötigen die Erkrankten schnelle Hilfe, da der Konsum von Alkohol und damit verbundene Depressionen das Suizidrisiko erhöhen.

 

Soziale Auswirkungen der Alkoholsucht

 

Übermäßiger Alkoholkonsum hat oft schwerwiegende soziale Folgen für die Betroffenen selbst und für deren Umfeld. Irgendwann können Alkoholiker ihren Pflichten nicht mehr nachkommen und ihre Aufgaben nicht mehr erfüllen. Das führt zu Problemen im Berufsleben und zum Jobverlust. Die Folge sind finanzielle Probleme und mitunter Obdachlosigkeit, da die Betroffenen ihren finanziellen Verpflichtungen nicht mehr nachkommen können. Probleme mit der Familie kommen hinzu. Die Familie wendet sich ab.

Es kann zur Trennung vom Partner kommen. Das ist ein Teufelskreis, da die Betroffenen immer mehr in die Alkoholsucht geraten und ihren Konsum erhöhen. Auch die Angehörigen der Betroffenen leiden unter dem Alkoholismus, da sie zu Co-Abhängigen werden. Sie entwickeln Strategien, um mit der Krankheit umzugehen, doch schaden sie sich damit selbst. Anzeichen einer Co-Abhängigkeit sind die Übernahme von Aufgaben, die der Alkoholiker selbst ausführen sollte, Versuche, den Konsum zu verhindern oder den hohen Alkoholkonsum ihres Angehörigen zu vertuschen. Die co-abhängigen Angehörigen oder Freunde stellen ihre eigenen Bedürfnisse zurück und entwickeln Scham- oder Schuldgefühle.

Der Alkoholismus ist eine ernsthafte Gefahr für die Mitmenschen der Betroffenen:

  • durch Gewalt der Alkoholiker oder durch von ihnen verursachte Unfälle werden Menschen verletzt oder sterben
  • Da das Reaktionsvermögen durch Alkohol am Steuer beeinträchtigt ist, kommt es zu Unfällen. Allein 2014 starben im Straßenverkehr 1.214 Unbeteiligte durch Unfälle mit alkoholisierten Fahrern. Immerhin waren das 45 Prozent der tödlich verunglückten Drittbeteiligten.
  • Häufig spielt Alkoholkonsum eine Rolle bei gewalttätigen Auseinandersetzungen.
  • Alkoholiker können Menschen aus ihrem Umfeld vernachlässigen oder seelisch verletzen, was zu schweren psychischen Störungen bei den Opfern führen kann

 

Umgang mit Alkoholismus im Bekanntenkreis

 

Die wenigsten Alkoholiker suchen von selbst Hilfe. Daher steht die Frage nach dem Umgang mit Alkoholismus im Bekanntenkreis im Raum. Mitunter versuchen Alkoholiker auch, selbst ihren Alkoholkonsum einzuschränken. Das kann zu schweren Entzugserscheinungen führen, die schwerwiegende körperliche Folgen haben. Angehörige und Freunde von Menschen mit Alkoholsucht können den Betroffenen ansprechen, indem sie Ich-Botschaften wie „Ich mache mir um dich Sorgen“ oder „Ich sehe, dass du dich nicht gut fühlst“ aussenden. Sie sollten aber beachten, dass Alkoholkonsum die Wahrnehmung der Betroffenen beeinträchtigen kann. Wer als Familienangehöriger oder Freund einem Alkoholiker Hilfe anbieten möchte, sollte überlegen, wie nahe ihm der Betroffene steht. Angehörige und Freunde können mit dem Betroffenen eine sachliche Diskussion zum Thema Alkohol anregen und ihre Hilfe anbieten. In den deutschlandweit vertretenen Oberberg Kliniken können Familienangehörige und Freunde von Alkoholikern eine Beratung erhalten. Eine nützliche Hilfe für Angehörige und Bekannte sind Suchtberatungsstellen.

In jedem Fall sollten Verwandte und Bekannte den Betroffenen ernst nehmen und das Thema Alkohol nicht stigmatisieren. Ein sachlicher und konstruktiver Umgang mit dem Thema ist wichtig, damit der Betroffene bereit ist, seine Situation zu ändern und Hilfe anzunehmen.

 

Behandlung von Alkoholsucht

 

Um die Alkoholsucht gezielt zu behandeln, muss zuerst eine Diagnose gestellt werden. Es gilt, festzustellen, ob es sich um eine Alkoholsucht oder lediglich einen Missbrauch handelt. Die erste Anlaufstelle ist der Hausarzt, der bei einem Verdacht auf Alkoholsucht an einen Facharzt oder eine Klinik wie die Oberberg Kliniken überweist.

Liegt eine körperliche Abhängigkeit vor, muss zuerst eine Entgiftung erfolgen. Dabei gilt es, Entzugserscheinungen zu verhindern. Die Entgiftung ist ein ärztlich überwachter Alkoholentzug. Nachdem der körperliche Entzug erfolgt ist, schließt sich die Entwöhnungstherapie an. In leichteren Fällen ist ein ambulanter Entzug möglich, bei dem der Patient täglich auf Entzugserscheinungen überprüft wird.

Bei schwerem Alkoholismus reicht eine Entgiftung nicht aus. Die Entgiftung in den Oberberg Kliniken kann mehrere Wochen oder Monate dauern. Der Wunsch, den Alkoholkonsum hinter sich zu lassen, muss bei den Betroffenen gefestigt werden. Dazu dienen Sporttherapie, Arbeitstherapie und psychotherapeutische Betreuung. Im Anschluss an die Entwöhnung ist eine Nachsorge erforderlich, damit der Patient nicht rückfällig wird.

 

Wie nachhaltig ist ein Entzug?

 

Eine Prognose, wie nachhaltig der Entzug ist, lässt sich zu Beginn der Therapie nur schwer stellen. Individuelle Faktoren wie die psychische Verfassung sowie bereits eingetretene körperliche Folgen beeinflussen den Erfolg. Voraussetzung für den Erfolg ist die Eigenmotivation der Betroffenen, vom Alkoholkonsum wegzukommen und vollständig auf Alkohol zu verzichten. Ungefähr 40 bis 50 Prozent der Betroffenen erreichen eine abstinente Alkoholunabhängigkeit von mindestens einem Jahr. Um die Erfolgsquote zu erhöhen, ist im Anschluss an die Therapie der Besuch einer Selbsthilfegruppe sinnvoll. Die Betroffenen müssen sich im Anschluss an die Therapie immer wieder neu gegen den Alkohol entscheiden. Rückfälle sind nie vollständig auszuschließen.

 

Antworten auf häufige Fragen

Woran ist erkennbar, ob Alkoholismus vorliegt?

Alkoholismus macht sich mit den Hauptsymptomen Verlangen, Kontrollverlust, Toleranzentwicklung, Entzugserscheinungen, Vernachlässigung von Interessen und starkem Alkoholkonsum trotz bereits eingetretener Folgen bemerkbar. Um eine eindeutige Diagnose zu stellen, muss ein Test erfolgen, bei dem der Betroffene einen Fragebogen ausfüllt.

Wie können Angehörige mit dem erhöhten Konsum von Alkohol umgehen?

Angehörige sollten den Alkoholiker ernstnehmen, ihm aber ihre Sorgen aufzeigen und eine sachliche Diskussion anregen. Hilfe bekommen Familienmitglieder und Bekannte in Selbsthilfegruppen für Angehörige, aber auch in Suchtberatungsstellen. Das Thema Alkohol sollte nicht stigmatisiert werden.

Gemeinsame Therapie

5-6 Gruppengespräche pro Woche 

Einzelgespräche

Wöchentlich 4 ärztliche/therapeutische Einzelgespräche

Wohlfühlatmosphäre

Unterbringung in grossen Zimmern/Appartements zur Einzelnutzung

Gesundheit geht durch den Magen

Vollverpflegung inklusive aller Getränke

Das sagen unsere ehemaligen Patienten

Ein absolut überzeugendes Konzept. Das gesamte Personal, Ärzte, Krankenschwester, Therapeuten aber ebenso die „guten Geister“ des Hauses, sind äußerst freundlich und kompetent. Man fühlt sich von Beginn an sehr gut „aufgehoben“.

Minika, 57, Alkoholabhängigkeit

Wer in dieser Entzugsklinik keinen Erfolg hat, der hat wirklich ein Problem. Ich hätte niemals gedacht, in der kurzen Zeit so ins Leben zurück zu kommen.

Christoph, 53, Alkoholabhängigkeit und Depressionen

Wir waren 10 total unterschiedliche sich fremde Personen, die sich schon innerhalb der ersten Woche zu einem super Team entwickelt haben. Der gemeinsame Beginn und die daraus resultierende Gruppendynamik ist ein unersetzlicher Baustein dieser Therapie..

Norbert, 51, Alkoholabhängigkeit

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