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Verhaltensmuster Alkoholiker

Geschätzte 1,7 Millionen Alkoholikerinnen und Alkoholiker leben in Deutschland. Weitere 5 Millionen Menschen konsumieren Alkohol auf gesundheitlich bedenkliche Weise. Nicht jedem von ihnen ist die Alkoholsucht oder ein riskanter Alkoholkonsum direkt anzusehen. Es gibt jedoch klare Anzeichen, die in der Beziehung oder durch Angehörige registriert, häufig aber nicht richtig eingeordnet werden. Hier gibt es einen Überblick zum Verhaltensmuster von Alkoholikern.

 

 

Riskanter Alkoholkonsum und Alkoholsucht – nicht warten, bis es zu spät ist

Eine Befragung aus dem Jahr 2018 zeigt, wie viele Menschen in Deutschland sich regelmäßig „ein Gläschen“ gönnen. Demnach haben unter den 18- bis 64-jährigen Befragten geschätzt 71,6 Prozent mindestens ein alkoholisches Getränk innerhalb der letzten 30 Tage konsumiert. Männer übertreffen mit 76,5 Prozent die Frauen (66,5 Prozent). Umgerechnet auf die Gesamtbevölkerung Deutschlands macht das 36,9 Millionen Menschen. Die Befragung macht deutlich: In vielen Situationen wird wie selbstverständlich Alkohol getrunken. Dabei sind alkoholische Getränke schädlicher als viele wissen. Inzwischen ist wissenschaftlich gesichert, dass übermäßiger Alkoholkonsum mehr als 200 verschiedene Krankheiten auslösen kann. Eine davon ist die Alkoholsucht. Die Alkoholabhängigkeit wird bereits seit 1968 in Deutschland offiziell als Krankheit anerkannt. Sie entsteht langsam und schleichend. Es kann Jahre dauern, bis Betroffene, Angehörige, Partner oder Kinder realisieren, dass der Alkohol zu sozialen, seelischen und körperlichen Schäden führt. Bis es soweit ist, leidet häufig das Familienleben oder die Beziehung darunter. Denn das typische Verhaltensmuster von Alkoholikern umfasst viele schädliche Verhaltensweisen, die ein harmonisches Leben zerstören können.

Um die gesundheitlichen, seelischen und sozialen Risiken durch Alkohol zu begrenzen, sollte jeder das Verhaltensmuster von Alkoholikern kennen und frühzeitig handeln, wenn man die typischen Anzeichen an sich selbst, Freunden, Familienmitgliedern oder Partnern erkennt. Je früher ein Alkoholproblem erkannt wird, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, die Alkoholabhängigkeit erfolgreich behandeln zu können

Wie erkenne ich einen Alkoholiker?

Wer eine Alkoholikerin oder einen Alkoholiker erkennen möchte, kann manchmal sehr leicht und manchmal erst bei genauer Beobachtung konkrete Verhaltensweise identifizieren, die auf einen problematischen Alkoholkonsum oder gar eine Alkoholsucht hindeuten. Das typische Verhaltensmuster von Alkoholikern umfasst zahlreiche Verhaltensweisen, die über gravierende Dinge wie Aggressivität, Verheimlichen oder Zittern weit hinausgehen. Es ist jedoch ratsam, einzelne Anzeichen nicht überzubewerten. Es gibt Menschen, die einfach negativere Eigenschaften besitzen und beispielsweise eher unzuverlässig oder vergesslich sind. Ebenso gibt es vielfältige Situationen und Lebenslagen, die das menschliche Verhalten beeinflussen und jemanden emotionaler oder reizbarer machen können und nichts mit dem Konsum von Alkohol zu tun haben. Entscheidend ist der Kontext und wie sich die Person normalerweise verhält. Hat sich das Verhalten verändert und treten mehrere Anzeichen gleichzeitig auf, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass der Alkoholkonsum problematisch ist oder sich eine Alkoholsucht etabliert hat.

 

Welche typischen Verhaltensmuster haben Alkoholiker?

Es gibt zahlreiche Anzeichen, die auf ein Alkoholproblem hinweisen können. Zum typischen Verhaltensmuster von Alkoholikern zählen folgende Verhaltensweisen:

  • es wird regelmäßig Alkohol konsumiert, häufig wird mehr und länger getrunken als beabsichtigt
  • es besteht ein Drang oder starkes Verlangen nach alkoholischen Getränken
  • die Alkoholmenge wird größer, um den gewünschten Effekt zu spüren (Gewöhnungseffekt)
  • das Interesse für Freizeitaktivitäten oder Hobbys schwindet
  • alltägliche Verpflichtungen werden nicht mehr richtig wahrgenommen
  • Unzuverlässigkeit
  • das eigene äußere Erscheinungsbild wird vernachlässigt
  • es kommt zu Spannungen oder Veränderungen im zwischenmenschlichen Bereich (in der Beziehung, Familie oder im Freundeskreis) bis hin zu sozialem Rückzug
  • es entstehen Probleme am Arbeitsplatz, in der Ausbildung, Schule oder Universität
  • es kommt zu Stimmungsschwankungen, Alkoholabhängige können leicht reizbar, übermäßig emotional, lieblos und gleichgültig oder schnell wütend oder gar gewalttätig werden
  • es können Probleme mit der Koordination auftreten
  • Antriebs- und Gleichgültigkeit (aufgrund depressiver Verstimmungen oder Depression)
  • die Sprache wird undeutlicher oder es kommt zu Gedächtnislücken (Vergesslichkeit)
  • der Alkoholkonsum an sich oder die konsumierte Alkoholmenge wird verheimlicht
  • Verlust von persönlichen Gegenständen wie Brieftaschen, Schlüssel oder Mobiltelefonen
  • Missgeschicke und kleinere Unfälle
  • Probleme mit dem Gesetz (etwa durch Fahren ohne Führerschein)
  • es kommt zu sichtbaren Entzugserscheinungen, wenn kein Alkohol getrunken wird (Ruhelosigkeit, übermäßiges Schwitzen, Zittern der Hände)
  • Untermauert wird der Verdacht beispielsweise durch eine wachsende Menge an (leeren) Alkoholflaschen im Haus oder durch steigende Ausgaben für Alkohol. Da das Verheimlichen zum Verhaltensmuster von Alkoholikern gehört, kann es vorkommen, dass die Ausgaben für Alkohol oder die Flaschen und Dosen verheimlicht und versteckt werden. Zahlreiche Menschen haben ein Alkoholproblem und verstecken es geradezu meisterhaft – bis irgendwann die Illusion und damit das gesamte Leben zusammenfällt.

 

Welche körperlichen Anzeichen deuten auf ein Alkoholproblem hin?

Nicht nur das Verhaltensmuster von Alkoholikern ist aufschlussreich, auch einige körperliche Anzeichen können auf eine Alkoholsucht hindeuten. Dazu zählen:

  • rote Augen, teils mit geschwollenen Augenlidern
  • Augenzucken
  • rotes Gesicht mit sichtbaren Gefäßerweiterungen insbesondere an den Nasenflügeln und den Wangen
  • aufgedunsenes Gesicht
  • vergrößerte, knollige Nase, teils sichtbare rot-blau Färbung
  • rote Handinnenflächen
  • unangenehmer Mundgeruch, „Alkoholfahne“
  • übermäßiges Schwitzen
  • Zittern der Hände oder Finger, insbesondere dann, wenn kein Alkohol getrunken wird
  • Schlafstörungen, unruhiger Schlaf oder Schlaflosigkeit
  • Appetitlosigkeit, teils mit Gewichtsverlust und Mangelerscheinungen
  • morgendliche Übelkeit oder Erbrechen, Magenschmerzen bis hin zur Magenentzündung sowie Magen-Darm-Beschwerden
  • Hautveränderungen und -probleme wie
  • Leberhautzeichen (Spider naevi) oder Schuppenflechte
  • Stimmveränderungen
  • Herzrasen und Bluthochdruck
  • sexuelle Probleme und Potenzstörungen
  • vorzeitiges Altern

Neben den körperlichen Anzeichen gibt es auch psychische Indikatoren wie Angststörungen, depressive Verstimmungen oder Depressionen, die auf ein Alkoholproblem hinweisen können. Sie treten vor allem dann auf oder verstärken sich, wenn kein Alkohol getrunken wird. Zu den psychischen Entzugserscheinungen zählen Angst, Depressionen und visuelle Halluzinationen (es werden Dinge gesehen, die nicht real sind). Die mit der Alkoholabhängigkeit und (auch kurzfristigen) Alkoholentzug einhergehenden Schlafstörungen bis hin zur Schlaflosigkeit können die psychischen Symptome verstärken. Um die Entzugserscheinungen zu mindern, greifen Betroffene wieder zur Flasche.

verhaltensmuster von alkoholikern

Wer eine Alkoholikerin oder einen Alkoholiker erkennen möchte
, kann manchmal sehr leicht und manchmal erst bei genauer Beobachtung konkrete Verhaltensweise identifizieren

verhaltensmuster von alkoholikern

Wer eine Alkoholikerin oder einen Alkoholiker erkennen möchte, kann manchmal sehr leicht und manchmal erst bei genauer Beobachtung konkrete Verhaltensweise identifizieren

Welche körperlichen Beeinträchtigungen können mit Alkoholismus einhergehen?

Dass Alkohol die Gesundheit schädigt, ist inzwischen kein Streitthema mehr. In der medizinischen Forschung ist klar, dass auch kleine Mengen ungesund sind und es besser wäre, den Alkoholkonsum grundsätzlich einzustellen. Kleinere Mengen kann der menschliche Organismus noch tolerieren, bei stärkerem Alkoholkonsum kommt es zu körperlichen Beeinträchtigungen.

Zu den temporären körperlichen Beeinträchtigungen und dadurch verursachten Risiken zählen:

bei etwa 0,2 bis 1.0 Promille

  • Veränderungen der Wahrnehmung (Aufmerksamkeit, Seh- und Hörvermögen lassen nach)
  • Reaktionsfähigkeit sinkt
  • Gleichgewichtssinn wird beeinträchtigt
  • Neigung zur Selbstüberschätzung sowie Risikobereitschaft steigen, wodurch die Wahrscheinlichkeit für leichtsinnige Handlungen steigt

Alkoholgenuss enthemmt und kann etwa zu ungeschütztem Sex, einer ungeplanten Schwangerschaft oder einer sexuell übertragbaren Infektion (STI) führen.

  • bei etwa 1.1 bis 2.0 Promille
  • Einbußen bei der Urteilskraft
  • Schwierigkeiten bei der Orientierung
  • Einschränkung des Sehvermögens (sogenannter Tunnelblick)
  • labile Laune und Stimmungsschwankungen, wodurch das Potenzial für Aggression, Gewalt, Verletzungen und Unfälle steigt

Größere Alkoholmengen steigern das Risiko für Streitigkeiten, gewalttätiges Verhalten oder unbeabsichtigte Unfälle.

bei etwa 2.1 bis 3.0 Promille

  • Sprachstörungen bis hin zur Verwirrtheit
  • Gedächtnislücken, „Filmriss“, Bewusstseinsstörungen bis hin zur Bewusstlosigkeit
  • Probleme bei der Bewegungskoordination
  • Verlust des Bewusstseins (Betäubungsstadium)
  • Alkoholvergiftung (Erbrechen, Krampfanfälle, Bewusstlosigkeit)

Anhaltender Alkoholmissbrauch erhöht das Risiko für langfristigen körperlichen Beeinträchtigungen und ernsthafte Erkrankungen wie:

  • Herzkrankheiten
  • Schlaganfall
  • Lebererkrankungen
  • Nervenschädigungen (Polyneuropathie)
  • Pankreatitis (Entzündung der Bauchspeicheldrüse)
  • Gastritis (Magenschleimhautentzündung)
  • sexuelle Dysfunktion
  • Blutbildungsstörungen
  • Gehirnschäden
  • Krebs, darunter Leberkrebs, Darmkrebs, Mundkrebs, Speiseröhren- und Magenkrebs oder Brustkrebs

Dass übermäßiger Alkoholkonsum mit dem Tod enden kann, ist allseits bekannt. Was viele nicht wissen ist, wie gefährlich Alkohol wirklich ist. Studien belegen, dass Alkohol über 200 Erkrankungen verursacht oder mitverursacht. In der Liste finden sich viele Krebsarten und Krankheiten des Herz-Kreislauf-Systems. In den offiziellen Todesfallstatistiken tauchen diese Fälle nicht unter dem Sichtwort Alkohol auf. Die echten alkoholbedingten Todesfälle und damit der wahre Preis, den die Menschheit für Alkohol zahlt, bleibt dadurch im Verborgenen. Daher ist es nur sinnvoll, wenn das Verhaltensmuster von Alkoholikern weit bekannt ist. Denn werden die Anzeichen für Alkoholmissbrauch und Alkoholsucht früh genug erkannt, lässt sich die Gesundheit sowie das Leben retten.

Alkoholsucht ist auch ein Risiko für Angehörige und das Sozialleben

Menschen mit einem problematischen Alkoholkonsum leben trotz häufig selbst initiierter sozialer Isolation nicht in einem Vakuum – sie sind von Familienangehörigen oder Freunden umgeben. Oft stecken sie in einer Beziehung oder haben Kinder. Für Angehörige ist es schwer mitanzusehen, wie ein geliebter Mensch unter den Folgen des Alkoholkonsums oder der Alkoholabhängigkeit leidet. Sie versuchen oft aufzufangen, was der Alkoholiker oder die Alkoholikerin selbst nicht schafft. Sie versuchen die Fassade für die Außenwelt aufrecht zu erhalten und die Schäden für das Arbeits- und Privatleben zu begrenzen. Dieses ständige Mitdenken und Mitwirken im Hintergrund ist anstrengend. Wo zwei Erwachsene sich die alltägliche Arbeit und das gemeinsame Leben teilen sollten, muss einer alle Aufgaben allein bewältigen. Das mindert die Lebensqualität und kann zu einer sogenannten Co-Abhängigkeit führen, bei der Angehörige unwissentlich die Alkoholsucht des anderen unterstützen.

Eine dauerhafte Überlastung kann Angehörige krank machen. Typische Folgen, die Angehörige von Alkoholkranken entwickeln sind Nervosität, Schlafprobleme, Kopfschmerzen und Migräne oder Magenerkrankungen. Auch auf die Psyche hat die ständige Belastung eine Wirkung: Angstzustände, Depressionen oder eine eigene Suchterkrankung können entstehen. Mit einem alkoholkranken Menschen zu leben, stellt daher auch ein Risiko für die eigene Gesundheit dar.

Nicht selten ist die Belastung für Angehörige und Außenstehende zu groß. Sie sehen keine andere Wahl, als die Beziehung zu beenden, sich vom Partner oder der Partnerin zu trennen, die Freundschaft ruhen zu lassen oder das Arbeitsverhältnis zu beenden. Wird die Alkoholsucht nicht rechtzeitig erkannt und behandelt, drohen daher gravierende Folgen wie Scheidung, Arbeitsplatzverlust und Arbeitslosigkeit, finanzielle Probleme oder Obdachlosigkeit.

Wie spreche ich einen Alkoholiker auf seine Krankheit an?

Viele Menschen mit einem Alkoholproblem oder einer Alkoholsucht zögern, sich Hilfe zu suchen oder sich behandeln zu lassen. Sie erkennen nicht, dass sie ein Problem haben. Das typische Verhaltensmuster von Alkoholikern zu erfassen und die Anzeichen an sich und anderen Menschen richtig zu deuten, kann dabei helfen, problematisches Trinkverhalten zu erkennen. Ob der Alkoholkonsum einer Person bedenklich ist, lässt sich auch mithilfe von vier Fragen abklären:

Welche Alkoholmenge wird getrunken?
Wie oft wird getrunken?
Welche Auswirkungen hat der Alkoholkonsum?
Was passiert, wenn die oder der Betroffene versucht, weniger Alkohol zu trinken?

Lassen die Antworten auf diese vier Fragen keinen anderen Schluss zu, als dass die betroffene Person ein Alkoholproblem hat oder unter einer Alkoholsucht leidet, gilt es zu handeln. Beim Ansprechen des Problems ist allerdings Fingerspitzengefühl nötig. Einige Menschen mit Alkoholproblem können sich ertappt fühlen und versuchen, ihre Abhängigkeit zu verharmlosen oder zu verheimlichen. Ob Aggression oder Trotz, jede Reaktion ist möglich – wie stark der abhängige Mensch reagiert, hängt vom Typ und der Beziehung, die man hat, ab. Deshalb sollten Angehörige das Gespräch nur in einer ruhigen Situation und sicheren Umgebung suchen. Die eigene Sicherheit darf nicht außer Acht gelassen werden, wenn man einem Alkoholkranken helfen will.

Es ist ratsam, sich vor dem konfrontierenden Gespräch selbst Unterstützung zu holen. Beratungsstellen oder Selbsthilfegruppen für Alkoholsucht helfen nicht nur Betroffenen, sondern auch Angehörigen. Sie sind kostenlos und auf Wunsch anonym. Es ist in mehrfacher Weise hilfreich, sich professionelle Beratung zu holen. Zum einen erhält man Hinweise, wie man einen geliebten Menschen mit Alkoholabhängigkeit am besten auf das Problem ansprechen kann. Zum anderen ist es für viele die erste Gelegenheit, über die Situation zu reden. Die meisten Menschen halten es lieber geheim, dass der Partner oder die Partnerin zu viel trinkt und die Beziehung oder Familie darunter leidet. In einer Beratungsstelle kann man offen darüber reden. Das entlastet und spendet Kraft für das anstehende Gespräch.

Wer einen alkoholgefährdeten oder alkoholabhängigen Menschen mit dem Problem konfrontieren möchte, sollte sich gedanklich auf das Gespräch vorbereiten. Es kann hilfreich sein, sich die typischen Verhaltensmuster von Alkoholikern anzusehen und mit dem Verhalten des Betroffenen abzugleichen. Das Ziel des Gespräches ist es, dass der oder die Betroffene das Problem erkennt und akzeptiert. Auch wenn es schwerfällt, sollten die eigenen Emotionen sowie Vorwürfe zurückgehalten werden. Für den erfolgreichen Verlauf des Gesprächs sind einige Vorbedingungen wichtig:

beide sind nüchtern und in einem guten Gemütszustand
es ist eine ruhige Situation und es drohen keine Unterbrechungen

Ob eine dritte oder weitere Personen für das Gespräch konstruktiv sind, hängt von der individuellen Beziehung ab. Es ist damit zu rechnen, dass die konfrontierte Person das Gespräch unangenehm finden wird. Angst, Ärger oder Scham sind möglich. Manchmal bedarf es mehrerer Gesprächsversuche, ehe der Betroffene bereit ist, zu sprechen. Und manchmal bedarf es mehrerer Gespräche, bis er Betroffene bereits ist, sich das Alkoholproblem einzugestehen.

Wenn die Gelegenheit für das Gespräch günstig ist, helfen folgende Tipps:

  1. keine Vorwürfe machen
  2. negative Begriffe wie „Alkoholiker“, „Alkoholabhängigkeit“ meiden
  3. nicht belehren
  4. nicht urteilen
  5. fragen, wie sich das Gegenüber mit dem Alkoholkonsum fühlt und ob er oder sie sich bereits darüber Gedanken gemacht hat
  6. gut zuhören und das Gegenüber beim Sprechen nicht unterbrechen
  7. Sätze aus der Ich-Perspektive bilden (beispielsweise: „Ich mache mir Sorgen, dass Du so viel Alkohol trinkst“ oder „Ich habe festgestellt, dass Du kaum noch Lust hast, was mit mir zu unternehmen.“
  8. das Verhalten und nicht die Person selbst kritisieren (beispielsweise: „Ich habe den Eindruck, dass Du das Interesse an XYZ verloren hast“)
  9. versuchen, sich in die Lage des Gegenübers zu versetzen
  10. Unterstützung bei den nächsten Schritten anbieten (NUR im realistischen Umfang)

Wichtig: Die Einsicht und die Bereitschaft des Betroffenen lassen sich nicht erzwingen, sind aber notwendig für eine erfolgreiche Behandlung!

Quellen:

1) https://www.vital.de/gesundheit/diese-anzeichen-verraten-ob-sie-zu-viel-alkohol-trinken-1432.html
2) https://www.tk.de/resource/blob/2116464/9ff316aaf08870ed54aa8a664502ac67/2021-stressstudie-data.pdf
3) https://www.n-tv.de/leben/Frauen-trinken-heimlich-und-allein-article20697631.html
4) https://www.br.de/nachrichten/deutschland-welt/mehr-als-1-1-millionen-alkoholabhaengige-in-deutschland,Ssir6jl
5) Eurostat, zitiert nach: https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/126208/Europa-zeigt-uneinheitliches-Bild-beim-Alkoholkonsum
6) BZgA https://www.kenn-dein-limit.de > alkoholkonsum
7) https://www.dhs.de/fileadmin/user_upload/pdf/Broschueren/Suchtmedizinische_Reihe_1_Alkohol.pdf

Gemeinsame Therapie

5-6 Gruppengespräche pro Woche 

Einzelgespräche

Wöchentlich 4 ärztliche/therapeutische Einzelgespräche

Wohlfühlatmosphäre

Unterbringung in grossen Zimmern/Appartements zur Einzelnutzung

Gesundheit geht durch den Magen

Vollverpflegung inklusive aller Getränke

Das sagen unsere ehemaligen Patienten

Ein absolut überzeugendes Konzept. Das gesamte Personal, Ärzte, Krankenschwester, Therapeuten aber ebenso die „guten Geister“ des Hauses, sind äußerst freundlich und kompetent. Man fühlt sich von Beginn an sehr gut „aufgehoben“.

Minika, 57, Alkoholabhängigkeit

Wer in dieser Entzugsklinik keinen Erfolg hat, der hat wirklich ein Problem. Ich hätte niemals gedacht, in der kurzen Zeit so ins Leben zurück zu kommen.

Christoph, 53, Alkoholabhängigkeit und Depressionen

Wir waren 10 total unterschiedliche sich fremde Personen, die sich schon innerhalb der ersten Woche zu einem super Team entwickelt haben. Der gemeinsame Beginn und die daraus resultierende Gruppendynamik ist ein unersetzlicher Baustein dieser Therapie..

Norbert, 51, Alkoholabhängigkeit

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