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Binge-Drinking – Wissenswertes zur Definition, den Folgen und der Therapie

Trinken bis der Arzt kommt – leider manchmal auch im wörtlichen Sinne: Als „Binge-Drinking“ wird im angelsächsischen Raum und mittlerweile auch vermehrt in Mitteleuropa das bezeichnet, was man frei ins Deutsche übersetzt zuvor häufig „Komasaufen“ oder „Rauschtrinken“ nannte – der übermäßige Konsum von Alkohol innerhalb eines kurzen Zeitraums, bei dem auch billigend eine Alkoholvergiftung in Kauf genommen wird. Betroffene sollten sich nicht scheuen Hilfe in Anspruch zu nehmen: Das Expertenteam der NESCURE® Privatklinik am See steht „Binge-Drinkern“ menschlich, fachlich und mit bewährten Behandlungskonzepten in einem vertrauensvollen Ambiente zur Verfügung.

Binge-Drinking - NESCURE Privatklinik

Was versteht man unter Binge-Drinking?

Zu unterscheiden ist im deutschen Sprachgebrauch zwischen „Komasaufen“ und „Rauschtrinken“. Ersterer Betriff hat sich umgangssprachlich als Alternative zum englischen Wort „Binge-Drinking“ eingebürgert, bezeichnet ursprünglich aber Fälle, in denen übermäßiger Alkoholkonsum tatsächlich komatöse Folgen für den oder die Betroffene(n) hatte. Rauschtrinken trifft das, was im angelsächsischen Raum „Binge-Drinking“ genannt wird, gemeinhin weitaus besser. Der Begriff „Komasaufen“ wurde vor allem medial geprägt, wie das deutsche DHS angibt meist aber in sehr „undifferenzierter“ Art und Weise und damit dem eigentlichen Begriffsvorbild des Binge-Drinkings oft nicht entsprechend.

In Deutschland wird dahingehend zwischen zwei Definitionen unterschieden. Die Ursprungsdefinition geht auf eine Studie aus dem Jahr 1994 von Wechsler et al. zurück, wo Rauschtrinken einem Konsum von fünf oder mehr Standardglas (Einheit) entspricht, da bei dieser Menge innerhalb kurzer Zeit die Wahrscheinlichkeit für eine Alkoholvergiftung deutlich steigt.

Binge Drinking - NESCURE Privatklinik

Seit etwas mehr als zehn Jahren wird sowohl in den USA als auch in Europa eine konkretere Definition ergänzend herangezogen. Demnach spricht man von einem Rausch-Trinkverhalten, sobald jene Menge Alkohol konsumiert wird, die zu einer Blutalkoholkonzentration von mindestens 0,8 Promille führt. Die erweiterte Definition erlaubt eine spezifischere Unterscheidung zwischen den Geschlechtern, wobei Frauen im Regelfall, auch aufgrund des meist geringeren Körpergewichts, weniger trinken müssen, um bereits die oben genannte Grenze von 0,8 Promille zu erreichen.

Erklärung zu Standardgläsern und Alkoholeinheiten

Die Bezeichnung „Standardglas“ geht ebenfalls auf die vorherige Verwendung im angelsächsischen Raum zurück. Sie würdigt den Umstand, dass „ein Glas Alkohol“ mit einer ganz unterschiedlichen Menge Alkohol einhergehen kann – so unterscheidet sich ein Glas Likör in der enthaltenen Alkoholmenge beispielsweise gravierend von einem Glas Wein oder Bier. Um eine einheitliche Messung der Alkoholkonzentration abseits des Blutpromillewerts zu ermöglichen, wurden dahingehend die „Standard Drinks“ oder ins Deutsche übersetzt „Standardgläser“ definiert. In einigen Ländern, beispielsweise in Australien, werden seit dieser Definition auch nicht mehr ausschließlich Alkoholkonzentrationen auf Flaschen und Dosen angegeben, sondern stattdessen „Standard Units“. Das soll Konsumenten ermöglichen, den eigenen Alkoholkonsum standardisiert zu beurteilen – auch während dem Trinken.

In Deutschland orientiert man sich dahingehend an den Ergebnissen einer vom Bundesministerium für Gesundheit initiierten Arbeitsgruppe (Bühringer 1999). Demnach entspricht 1 Standardglas etwa 10 Gramm Alkohol. Ableitend aus dieser Definition des deutschen Standardglases lassen sich für verschiedene Alkohole die folgenden Werte heranziehen:

Bier

0,25 l mit 4,8 % enthalten 9,5 Gramm Alkohol

Wein

0,1 l mit 11 % enthalten 8,7 Gramm Alkohol

 

Sekt

0,1 mit 11 % enthalten 8,7 Gramm Alkohol

 

Likör

2 x 2 cl mit ca. 25 % enthalten 7,9 Gramm Alkohol

Schnaps

2 x 2 cl mit ca. 33 % enthalten 10,4 Gramm Alkohol

Eine Flasche Bier (500 ml) enthält also 19 Gramm Alkohol und entspricht damit 2 Standardglas. Ein normal gefüllter Tumbler (20 ml) Wodka oder Whisky entspricht 6,3 Gramm Alkohol. Wer 200 ml Wein trinkt, was einem großen Glas entspricht, kommt auf 17,4 Gramm Alkohol.

Bei der Beurteilung der Standardgläser ist nun eine Unterscheidung zwischen Geschlechtern sowie eine Abhängigkeit gegenüber der Zeit erforderlich. Einen Blutalkoholwert von 0,8 Promille erreichen Frauen typischerweise mit vier Standardglas, Männer mit fünf Standardglas – wenn diese Menge Alkohol innerhalb von etwa zwei Stunden getrunken wird. Männer, die 3 Flaschen Bier innerhalb von zwei Stunden konsumieren, betreiben damit also bereits aktiv Binge-Drinking.

Symptomatik: Der Rausch als Ziel

Wer Komasaufen betreibt, begibt sich selbst in einen Rausch. Dieser hat eine Reihe von Symptomen zur Folge, beispielsweise die (deutliche) Einschränkung der motorischen Fähigkeiten, Kontrollverluste, verminderte Impulskontrolle sowie eine reduzierte geistige und körperliche Leistungsfähigkeit. Es handelt sich während dem Komasaufen also um die klassischen Rausch-Symptome, die typischerweise auch das Ziel des Akts sind.

Komasaufen - NESCURE Privatklinik

Nach dem Komasaufen kommt es, aufgrund der großen Mengen an Ethanol, einem Giftstoff, die dem Körper so zugeführt wurden, zu weiteren körperlichen Beeinträchtigungen – die von Kopfschmerzen und Übelkeit, über Schwindel und Schmerzen, bis hin zu Durchfall und Erbrechen reichen. Nach dem Binge-Drinking treten also klassische Vergiftungserscheinungen auf, wie sie ein übermäßiger Alkoholkonsum mit sich bringt.

Warum ist Binge-Drinking gefährlich?

Getreu der Bezeichnung kann „Komasaufen“ schlimmstenfalls zu erheblichen gesundheitlichen Beeinträchtigungen und schlimmstenfalls zum komatösen Zustand oder sogar Tod führen. Aber auch dann, wenn Betroffene nicht wörtlich ins Koma fallen, geht von den großen zugenommenen Mengen Alkohol eine Gefahr aus.

Alkoholvergiftungen und Alkoholrausch haben zwangsläufig negative und schädliche Effekte sowohl auf den Geist als auch den Körper – und das bereits ab einer Blutalkoholkonzentration von 0,2 bis 0,3 Promille. Zur Erinnerung: Beim Binge-Drinking nach der allgemeingültigen Definition erreicht das Blut einen Promillewert von 0,8 oder mehr.

Mit einer zunehmenden Blutalkoholkonzentration steigert sich auch die Gefahr von gefährlichen und/oder bleibenden Schäden. Durch die große Menge an innerhalb von kurzer Zeit konsumierten Alkohol, steigert sich die Wahrscheinlichkeit einer gefährlichen Alkoholvergiftung.

Des Weiteren wird im medialen und umgangssprachlichen Sprachgebrauch häufig Binge Drinking mit starkem Rauschzustand gleichgesetzt, was entsprechend der in Deutschland verwendeten Klassifikation der Rauschzustände aber nicht korrekt ist. Diese beziehen sich auf Feuerlein et al. und gliedern sich wie folgt:

  • leichter Rauschzustand (Blutalkoholwert 0,5 bis 1,5 %): Unsicherheit beim Gehen und Stehen, Sprachschwierigkeiten, reduzierte Selbstkontrolle und gesteigerter Willen zu sozialen Kontakten.
  • mittelgradiger Rauschzustand (BAK 1,5 bis 2,5 %): Gestörte neurologische und motorische Fähigkeiten, Enthemmung, teilweise Euphorie, explosive Reaktionen
  • schwerer Rauschzustand (BAK über 2,5 %): Bewusstseinsstörungen nehmen deutlich zu, Gleichgewichtsstörungen, sehr undeutliche Sprache, illusionäre Verkennung
  • alkoholisches Koma (BAK über 4 %): Dämpfung der Atmung, Erstickungsgefahr, Gefahr durch Tod via Kreislauf- oder Atemwegsstörungen

Obwohl der Begriff Komasaufen also häufig synonym genutzt wird, ist dieser entsprechend der wissenschaftlichen Definition erst bei einem schweren Rauschzustand und dem Übergang zum alkoholischen Koma passend. Hingegen entspricht schon ein leichter Rauschzustand dem Binge-Drinking, da sich die Messeinheit des BAK dort weitgehend in der Mitte der Spanne befindet – 0,8 % gegenüber der Spanne des BAK von 0,5 bis 1,5 %.

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Sind Rauschtrinker Alkoholiker?

Rauschtrinker müssen nicht zwangsläufig „klassische“ Alkoholiker sein, zeigen aber dennoch eine (psychologische) Alkoholsucht. Wer Rauschtrinken betreibt, führt sich bekanntlich innerhalb einer relativ kurzen Zeit eine relativ große Menge Alkohol hinzu – anders als Alkoholiker beziehungsweise Delta-Alkoholiker, sind Rauschtrinker aber nicht zwangsläufig körperlich abhängig. Sie können eine längere Phase der Alkoholabstinenz durchleben. Das bedeutet im Umkehrschluss aber nicht, dass nicht bereits eine psychologische Abhängigkeit gegenüber dem Alkohol beziehungsweise treffender gegenüber dem Rausch besteht.

In der Gliederung der Alkoholiker-Typen, wie sie die Weltgesundheitsorganisation WHO im ICD-10 (Diagnose-Manual) vorgibt, entspricht der Rauschtrinker normalerweise dem Gamma-Trinker. Charakteristisch für diese ist das Herbeiführen des Rauschzustands bis hin zum Kontrollverlust, oftmals auch in der Gewissheit, dass sie mit ihrem „Komasaufen“ bereits über die Grenze dessen gegangen sind, was für ihre eigene Gesundheit gut ist. Zwischen diesen Exzessen können sich aber, anders als bei körperlich abhängigen Alkoholikern, längere Phasen der Abstinenz befinden.

Dieser Umstand ist besonders gefährlich, denn dadurch leugnen Gamma-Trinker häufig für lange Zeit ihre Sucht und begründen das mit der Fähigkeit, auch für längere Zeit komplett ohne Alkohol auszukommen. Die NESCURE® Privatklinik am See greift bei Rausch- und Gamma-Trinkern, die „Komasaufen“ betreiben, daher auch auf individuelle maßgeschneiderte Therapiekonzepte zurück. Im Fokus dessen steht, stärker als bei klassischen Alkoholikern mit körperlicher Abhängigkeit, die psychologische Suchtkomponente – also eine Entwöhnung und Durchbrechung dieser schädlichen Verhaltensmuster.

Rauschtrinken - NESCURE Privatklinik

Die Gefahr des Hochprozentigen

Wie das deutsche DHS angibt, sollten Begriffe wie „Binge-Drinking“ und „Alkoholintoxikation“ nicht pauschal synonym zueinander verwendet werden, auch wenn beide Begrifflichkeiten in einem deutlichen Zusammenhang zueinanderstehen. Insbesondere bei hochprozentigem Alkohol, wie Schnaps und Liköre, lässt sich dem Körper eine deutlich höhere Menge Alkohol innerhalb kurzer Zeit zuführen, als beispielsweise bei Bier. Des Weiteren treten Ausfallerscheinungen bei Spirituosen typischerweise sehr plötzlich auf, da sich der Alkoholpegel, wie beispielsweise bei Bier, nicht langsam und stetig steigert. Erste Warnsignale des Körpers, die dieser als Schutzmechanismus nutzt, entfallen daher häufig – bis dann schlagartig eine schwere Vergiftung auftritt. Des Weiteren hat der Körper so keine Möglichkeit einen Teil des Alkohols bereits während des Konsums abzubauen.

Das sagen unsere ehemaligen Patienten

"Ein absolut überzeugendes Konzept. Das gesamte Personal, Ärzte, Krankenschwester, Therapeuten aber ebenso die „guten Geister“ des Hauses, sind äußerst freundlich und kompetent. Man fühlt sich von Beginn an sehr gut „aufgehoben“."

Minika, 57, Alkoholabhängigkeit

"Wer in dieser Entzugsklinik keinen Erfolg hat, der hat wirklich ein Problem. Ich hätte niemals gedacht, in der kurzen Zeit so ins Leben zurück zu kommen."

Christoph, 53, Alkoholabhängigkeit und Depressionen

"Wir waren 10 total unterschiedliche sich fremde Personen, die sich schon innerhalb der ersten Woche zu einem super Team entwickelt haben. Der gemeinsame Beginn und die daraus resultierende Gruppendynamik ist ein unersetzlicher Baustein dieser Therapie.."

Norbert, 51, Alkoholabhängigkeit

Folgen des Binge-Drinking

Ebenso wie Alkoholabusus kann Binge-Drinking gravierende soziale, wirtschaftliche und gesundheitliche Folgen mit sich bringen. Insbesondere bei häufigem Rauschtrinken steigert sich die Wahrscheinlichkeit für negative Folgen, die sowohl imminent im Moment (zum Beispiel durch Stürze und andere Verletzungen im Rausch) als auch mittel- und langfristig (gestörtes gesellschaftliches Leben oder beispielsweise Verlust des Arbeitsplatzes) auftreten können.

Komasaufen - NESCURE Privatklinik

Gesundheitliche Folgen

Gesundheitliche Folgen können sowohl kurz-, als auch mittel- und langfristig auftreten. Sie beginnen mit den klassischen Symptomen eines Rauschzustandes, beispielsweise einem unsicheren Gang oder der eigenen Selbstüberschätzung und können im Extremfall bis hin zum Koma beziehungsweise Tod reichen. Selbstverständlich können aber auch bereits leichte Rauschzustände gravierende Folgen mit sich bringen, beispielsweise im Straßenverkehr – sowohl für Trinker als auch für Dritte.

In der Summe können laut wissenschaftlichen Studien mehr als 200 Erkrankungen in der Folge des übermäßigen Alkoholkonsums auftreten, dazu rund 80 Arten von Unfällen beziehungsweise Verletzungen. Die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen bezieht sich dabei auch heute noch auf eine eigens verarbeitete Studie von Seitz et al. aus dem Jahr 2013.

Die gesundheitlichen Folgen sind weitreichend. In der Folge biochemischer Effekte sind folgende chronische Erkrankungen durch Komasaufen denkbar:

  • Leberschäden
  • Alkoholabhängigkeit
  • Bluthochdruck
  • koronare Herzkrankheit
  • psychische Erkrankungen
  • negative Entwicklung der Gedächtnisleistung
  • Übergewicht

Während des Rauschzustandes sind zudem akute Krankheiten, Befindlichkeitsstörungen und Verletzungen möglich:

  • reduzierte Reaktionsfähigkeit
  • Schlaganfälle und Tod durch Kreislauf- und Atemstörungen
  • alkoholisches Koma
  • Alkoholamnesie

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Soziale Folgen

Alkohol kann kurzfristig vermeintlich positive soziale Effekte hervorrufen, beispielsweise indem der Rauschzustand für ein gesteigertes Selbstwertgefühl oder eine zwanglosere Kontaktaufnahme und Kommunikation sorgt. Ebenso sind kurzfristig aber eine Reihe von negativen Folgen möglich: Riskante Verhaltensweisen, auch gegenüber anderen Personen, nehmen im alkoholisierten Zustand deutlich zu, auch sexuelle Übergriffe oder Gewalttaten finden überdurchschnittlich häufig unter Alkoholkonsum statt.

Binge-Drinking - NESCURE Privatklinik

Mittel- und langfristig können die sozialen Folgen ausgesprochen gravierend sein. Betroffene kommen mitunter ihren Pflichten nicht mehr nach, ecken im eigenen sozialen und beruflichen Umfeld vermehrt an oder verhalten sich gesellschaftlich unangemessen, mitunter auch ohne das selbst zu bemerken. Des Weiteren steigt, ähnlich wie bei Alpha-Alkoholikern, bei regelmäßigen Rauschtrinkern die Wahrscheinlichkeit, dass sie den Rauschzustand auch in sozial und gesellschaftlich unpassenden Situationen herbeiführen. Sobald der Alkoholkonsum ähnlich wie beim Alkoholabusus chronisch wird, sind Folgen wie sozialer Abstieg, psychosoziale Störungen und Isolation denkbar.

Chronische soziale Folgen sind zusammengefasst:

  • sozioökonomischer Abstieg
  • eine Störung der psychosozialen Entwicklung
  • Isolation und verminderte gesellschaftliche Fähigkeiten
  • Verlust des Arbeitsplatzes beziehungsweise der wirtschaftlichen Grundlage

Auch bei den sozialen Folgen wird zwischen akut und chronisch differenziert. Akute soziale Folgen sind demnach:

  • Leistungsminderung
  • Straftaten und kriminelle Delikte
  • riskantes Sexualverhalten (Sex ohne Verhütung)
  • erhöhte Gefahr Opfer von Sexualstraftaten oder Gewalttaten zu werden oder diese selbst zu begehen

Wirtschaftliche Folgen

Wirtschaftlich negative Folgen treten ebenfalls imminent auf, beispielsweise indem mehr des verfügbaren Nettoeinkommens für Alkohol aufgebracht wird. Des Weiteren kann ein Fehlverhalten im Rauschzustand weitere finanzielle Folgen mit sich bringen, von Sachschäden am eigenen Eigentum bis hin zu solchen am Eigentum oder der Gesundheit von Dritten. Sowohl die eben genannten gesundheitlichen als auch die sozialen Folgen bringen zudem im Regelfall wirtschaftlich negative Folgen mit sich – beispielsweise durch Jobverlust, eine allgemeine reduzierte Leistungsfähigkeit oder Gesundheitskosten.

Behandlung und Therapie von Binge-Drinking: Wie lässt sich Komasaufen verhindern?

Bei Binge-Drinkern steht vor allem das Durchbrechen der Suchtspirale im Vordergrund, ebenso wie die Entwöhnung dieses schädlichen Verhaltens. Teilweise wird der Rausch von Betroffenen auch als Kompensation angesehen, sowohl mit negativer als auch positiver Assoziation. Binge Drinker können den Rausch als „Belohnung“ ebenso wie als „Bestrafung“ herbeiführen.

Binge-Drinking - NESCURE Privatklinik

Aus diesem Grund findet die Therapie und Behandlung in der NESCURE® Privatklinik am See, die zur renommierten Oberberg Gruppe gehört, stets ganzheitlich unter dem Motto „Der sanfte Weg zurück ins Leben“ statt. Eine individuelle Abstimmung zwischen klassischen und modernen Therapieformen, auch über Gruppen- und Einzelgespräche, ist dafür unabdingbar. Die NESCURE® Privatklinik am See bedient sich zudem innovativen Verfahren wie der Neuro-Elektrischen Stimulation (NES), bei der mit Hilfe von Elektro-Akupunktur an biochemischen Prozessen der Sucht angesetzt wird.

Therapie und Genesung in heilsamer Umgebung

Die Nescure Privatklinik am See stellt sich vor. Erfahren Sie mehr über unser Therapieprogramm und was wir für Ihre Therapie und Genesung tun können.

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Die Behandlungspraktiken fokussieren sich auf die (suchttechnischen) Hintergründe des Binge-Drinking, auch die Entwöhnung nimmt dabei eine besondere Rolle ein. Da Rauschtrinker normalerweise keine körperliche Abhängigkeit gegenüber Alkohol aufweisen, gilt es vor allem Verhaltensmuster zu durchbrechen und die schädliche Kompensationsstrategie, die das Rauschtrinken für Betroffene darstellt, abzulegen. Dafür findet die Behandlung in der NESCURE® Privatklinik am See über einen Zeitraum von 23 Tagen inklusive An- und Abreisetag statt.

Die familiäre Atmosphäre und idyllische Lage, gepaart mit jahrelangen Erfahrungswerten speziell im Umgang mit Komasaufen und Alkoholabusus sowie fundiertem medizinischem Wissen und Fachpersonal, soll Betroffene im Zuge der Behandlung optimal unterstützen. Das involviert auch physiologische Maßnahmen wie Yoga oder Massagen zum Stressabbau und zur Erdung sowie Verbesserung der mentalen Gesundheit, ebenso wie beispielsweise eine gesunde und ausgewogene Küche zur körperlichen Stärkung unmittelbar in unserer Privatklinik.

Da die NESCURE® Privatklinik am See auch psychologische Zustände wie Depressionen/depressive Störungen und Burnout behandelt, welche Schnittmengen gegenüber dem Binge-Drinking aufweisen, findet stets eine ganzheitliche und maßgeschneiderte Behandlung entsprechend der Ausgangssituation der Betroffenen statt. Selbstverständlich werden persönliche und individuelle Bedürfnisse konsequent erfasst, auch über die in unserer Klinik angebotenen zusätzlichen Behandlungsoptionen.

FAQ/Häufig gestellte Fragen

Wie häufig betreiben Deutsche Rauschtrinken?

In einem epidemiologischen Suchtsurvey von Pabst et al. gaben 35,6 % der befragten Deutschen an, mindestens an einem Tag in den letzten 30 Tagen 5 Standardgläser Alkohol oder mehr zu sich genommen zu haben. Männer betreiben statistisch häufiger Rauschtrinken als Frauen (49 % vs. 22 %). Vermehrt ist Binge Drinking in den Altersgruppen 18-20, 21-24 und 25-29 vorzufinden, generell reduziert sich die Quote mit steigendem Lebensalter.

Wie populär ist Komasaufen im innereuropäischen Vergleich?

Laut dem Eurobarometer betreiben 29 % der EU-Bürger mindestens einmal in der Woche Binge Drinking. Deutschland liegt dabei deutlich über dem Durchschnitt, höhere Werte sind nur in Irland, Rumänien und Österreich vorzufinden. Die niedrigsten europäischen Werte dahingehend haben die Slowakei, Luxemburg, Schweden und Lettland.

Wie häufig kommt es in Deutschland zu Alkoholvergiftungen mit stationärer Behandlung?

Wird Komasaufen so intensiv betrieben, dass die daraus resultierende Alkoholvergiftung anschließend in die Notaufnahme führt, steigern sich selbsterklärend auch die negativen gesundheitlichen, sozialen und wirtschaftlichen Folgen. In Deutschland ist die Zahl der Patienten, die mit einer Alkoholvergiftung im Krankenhaus landen, laut dem Statistischen Bundesamt im Jahrzehntemittel steigend. Vor allem in den Altersgruppen Jugendliche und junge Erwachsene sowie Menschen jenseits der 40 trat seit dem Jahrtausendwechsel eine Verdopplung bis Verdreifachung der stationären Einweisungen auf.

Quellen

Wechsler H, Davenport A, Dowdall G, Moeykens B, Castillo S. Health and Behavioral Consequences of Binge Drinking in College: A National Survey of Students at 140 Campuses. JAMA. 1994;272(21):1672-1677. doi:10.1001/jama.1994.03520210056032

Bühringer, G. (1999): Vereinbarung über einheitliche Faktoren zur Umrechnung von alkoholischen Getränken in reinen Alkohol. In: Sucht. 45(5).

Feuerlein, W., Küfner, H., Soyka, M. (1998). Alkoholismus –
Missbrauch und Abhängigkeit. Entstehung – Folgen – Therapie. Thieme, Stuttgart, New York.

Seitz, H. et al. (2013): Alkoholabhängigkeit. Suchtmedizinische Reihe, Band 1. Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen,
Hamm.

Robert Koch-Institut (Hrsg) (2012) Daten und Fakten: Ergebnisse der Studie »Gesundheit in Deutschland aktuell 2010«.

Gemeinsame Therapie

5-6 Gruppengespräche pro Woche

Einzelgespräche

Wöchentlich 4 ärztliche/therapeutische Einzelgespräche

Wohlfühlatmosphäre

Unterbringung in grossen Zimmern/Appartements zur Einzelnutzung

Gesundheit geht durch den Magen

Vollverpflegung inklusive aller Getränke